Führerschein für´s Leben…

Passend zum Tag der „Montag-Morgen-Motivation“ hier noch ein paar Zeilen für euch. Manchmal muss man mit sich selbst ins Gericht gehen und das meine ich mehr im übertragenen Sinn, auch wenn der buchstäbliche in meinem Fall gar nicht so weit davon entfernt liegt, wie man meinen möge. Ich habe mich gestern an eine Situation zurückerinnert, die erst auf den zweiten oder vielleicht auch erst auf den dritten Blick etwas mit meiner jetzigen gemein hat und doch entdeckte ich einige Parallelen. Ich dachte zurück an mein Horrorprojekt Führerschein, zugegeben, vielleicht nicht gerade die größte Herausforderung im Leben, nein, auch nicht für eine Frau, aber ich habe es verflucht, Stunde um Stunde. Mein großkotziger und gemeiner Fahrlehrer hat es mir nicht gerade einfacher gemacht, aber ich wollte es durchziehen, nicht weil ich so scharf auf den Lappen war (und damit meine ich den Führerschein und gewiss nicht den Fahrlehrer, auch wenn die Bezeichnung wohl nicht ganz fernliegend wäre), sondern weil ich immer durchgezogen habe, was ich anfing und natürlich, um ihm und mir zu beweisen, dass ich es kann, weil ich es einfach hinter mich bringen wollte, den Wisch dazu mitnehmen und ab in die Schublade damit.

Momentan stehe ich an einer vergleichbaren Stelle – größeres Projekt, vergleichbarer Spaßfaktor, zu weit gekommen, um aufzuhören und der Wunsch es zu schaffen, weniger zur weiteren Verwendung, sondern auch eher für die Schublade, aber ich möchte es durchziehen.

Wahrscheinlich kennt jeder solche Lebensphasen, ganz gleich wie klein oder groß die Projekte seien mögen. Auch Tiefpunkte, Motivationslöcher und der Kampf mit dem inneren Schweinehund gehören wohl immer dazu, aber ich habe mir vorgenommen, es genau so zu handhaben wie schon mit 17 und wenn ich das damals geschafft habe, dann schaffe ich das heute auch und zwar mit voller Kraft voraus, denn je schneller ich das Elend hinter mir habe, desto eher kann ich mich auf die Dinge konzentrieren, die mir wirklich Spaß machen. Am meisten freue ich mich auf ganz banale Dinge wie endlich mal Feierabend und Freizeit zu haben, ohne dass irgendwo noch ein Projekt lauert, auf mehr Zeit für mich – zum Reisen, für Sport, zum gesund werden und gesund bleiben, zum Ich sein und natürlich zum Blog schreiben, also lasst uns durchhalten und gemeinsam an unseren ganz individuellen Zielen arbeiten, Stückchen für Stückchen, Tag für Tag, denn wie las ich gestern so schön – auch ein Wolkenkratzer hat mal im Keller angefangen.

Wir dürfen eben nur nicht aufhören weiter an uns zu arbeiten, wenn wir unsere Baustellen im Leben erfolgreich abschließen wollen. Ich wünsche euch allen das nötige Durchhaltevermögen und natürlich gutes Gelingen. Auch bei mir geht es jetzt weiter, die Arbeit am „Fachwerkhäuschen“, um im Bild zu bleiben.
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10 Gedanken zu “Führerschein für´s Leben…

  1. Hallo,
    habe herzhaft gelacht.- Die Sache mit dem „Lappen“ 🙂
    Schöner Beitrag. „Wir dürfen nicht aufhören an uns zu arbeiten“.
    Ja, das stimmt wohl. Alles ist Veränderung.
    Liebe Grüße, Andreas

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