Nijmegen

Nur um den Eindruck zur Stadt zu komplettieren, hier ein paar abschließende Fotos zu meinem Kurztrip. So ein Tapetenwechsel kann verdammt gut tun und wenn ich ehrlich bin, dann kribbelt es schon ein wenig unter den Fingern bald wieder aufzubrechen. Ich werde berichten…

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B & B „De Prince“ in Nijmegen

Kennt ihr das Glücksgefühl nach einem langen Tag endlich an eurem Ziel anzukommen und auf’s Bett fallen zu können? Meines stand letzte Woche in Nijmegen (oder auch Nimwegen, wie wir es in unserer Landessprache eingedeutscht haben).

Op schlecht Nederlands: Kennen jullie het gevoel als man na een lange dag s’avonds eindelijk zijn doel bereikt en op zijn bed mag plonzen? Mijn bed stond afgelopen week in Nijmegen (of Nimwegen hoe wij het in Duits noemen).

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Das B&B „De Prince“ befindet sich in der „Lange Hezelstraat“ und ist damit nicht nur zentral gelegen (vom Hauptbahnhof in einer Viertelstunde fußläufig zu erreichen), sondern liegt zugleich in der ältesten Einkaufsstraße der ganzen Niederlande – auch wenn die Innenausstattung deutlich moderner war als der seit 1880 bestehende Straßenzug. Inmitten typischer kleiner, hanseatisch anmutender Häuschen verteilten sich die Zimmer auf mehrere in dieser Straße gelegenen Häuser. Die Zimmer sind über steile Treppen – als Zeitzeugen der historischen Bauweise – zu erreichen. Selbst innerhalb meines Zimmers gab es noch eine weitere Treppe, die in den Schlafbereich führte.

Het B&B is in de „Lange Hezelstraat“ en is daarom niet alleen maar qua ligging centraal (alleen maar 15 minuten vanaf het centraal station te voet bereikbaar), maar is tegelijk in de oudste winkelstraat van Nederland – ook al was het interieur veel moderner dan die straat van 1880. Tussen die typische kleinen huizen zijn de kamers in verschillende huizen langs deze straat neer geplaatst. Die kamers zijn via steile trappen – als getuigen van de historische bouwwijze – te bereiken. Zelfs in mijn kamer was nog een extra trap over die man in de slaapkamer komt.

DSC06530.jpgNachdem meine Zimmerkarte mir keinen Zugang zu dem mir ursprünglich zugedachten Zimmer gewährte, brauchte ich immerhin nicht mehr bis ganz unter das Dach klettern und durfte auf der 1. Etage Halt machen und bekam dieses Zimmer:

Nadat mijn sleutelkaart het bij mijn eerste kamer niet deed, hoefde ik gelukkig niet meer tot helemaal naar boven onder het dak klimmen en konde op de eerste verdieping in het volgende kamer stoppen:

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DSC06524.jpgEs enthielt alle Annehmlichkeiten eines Hotels, einschließlich Tee und Kaffee, Fernseher, Föhn, etc. und Eines muss man den Niederländern lassen – sie wissen, wie man selbst kleine Räume effektiv nutzt. Die kleinsten Waschbecken, die ich je gesehen habe, befinden sich allesamt in den Niederlanden, wo jedes Wohnhaus, das ich kenne, über ein Gäste-WC mit einer Toilette und einem Waschbecken im Flurbereich verfügt, quasi als erstes Zimmer im Eingangsbereich. Süß war auch das Waschbecken des B&B:

Het comfort was hotelachtig met thee, koffie, televisie, föhn, etc. en een ding valt over Nederlanders echt wel te zeggen – ze weten hoe man zelfs klein kamertjes effectief kan gebruiken. De kleinsten wasbakken, die ik ooit heb gezien waren allemaal in Nederland, waar iedere woonhuis dat ik ken een eigen wc voor gasten met een wc-pot en een wasbakje vlak bij de gang heeft, dus als eerste kamer bij de ingang. Schattig was ook het wasbak in de B&B.

DSC06532.jpgTypisch niederländisch eben. Aber ich bin ja bekanntermaßen Fan vom Auenland-Flair. Zu den 65 €, die ich als Einzelperson für das Zimmer bezahlt habe, gehörte auch ein Frühstücksbuffet im benachbarten „Bagels & Beans“, Kaffee und ein Glas frisch gepresster Orangensaft inklusive, frischer Obstsalat, Bagels verschiedener Ausführungen, Aufschnitt, Käse, Marmelade, Müsli, Eier und eine freundliche Bedienung rundeten meinen angenehmen Aufenthalt ab.

Typisch Nederland. Maar ik hou van het „hobbelachtige“ woonsfeer. Bij die 65 €, die ik voor het eenpersoonskamer betaalde, hoorde ook een ontbijtbuffet in „Bagels & Beans“ in de buurt erbij, koffie en een glas verse jus d’orange inclusief, verse fruitsalade, verschillende soorten bagels, broodbeleg, kaas, jam, muesli, eieren en een vrindelijke service was het toppetje op mijn prettig verblijf.

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Da mir bis zum Auschecken um 12 Uhr auch noch jede Menge Zeit blieb, konnte ich außerdem einen gepäckfreien Spaziergang durch die gemütliche Innenstadt mit vielen Einkaufsmöglichkeiten inmitten von historischen Gebäuden unternehmen. Alles in Allem eine Stadt und ein Bed & Breakfast, in die/das sich ein Ausflug lohnt!

Omdat ik voor het Check-out t/m 12 uur nog genoeg tijd had, konde ik bovendien nog een beetje door de gezellige city met veel winkels tussen historische gebouwen zonder bagage gaan wandelen. In totaal een prachtige stad en een mooie Bed & Breakfast voor een lekker uitstapje!

5. Dezember

„Sinterklaastijd

Zie de maan schijnt door de bomen.
Sinterklaas is weer gekomen.
met de stoomboot zijn paard en de pieten.
De Sinterklaastijd is gewoon om te genieten.
De kinderen maken hun verlanglijstjes al.
Maar je weet nooit welk cadeautje komen zal.
Elke avond zetten ze hun schoen.
wat zal sinterklaas er in doen???
en op 5 december gezellig met de familie bij elkaar.
al het lekkers staat al klaar.
iedereen gaat vrolijk zingen.
en denk alleen maar aan mooie dingen.
als je lief bent geeft de sint je wat kado’s.
misschien wel iets wat jij uit het speelgoedboek uitkoos.
en als ze eindelijk alles hebben rond gebracht.
dan roept iedereen dankjewel tot volgende jaar met een brede glimlach.“

image Iedereen een fijne Sinterklaas toegewenst!

The perfect day?!

„The perfect day is … going to bed with a dream, waking up with a PURPOSE.“

Es ist noch gar nicht so lange her, da bin ich über dieses Zitat gestolpert und dachte, ja, da ist etwas Wahres dran. Eine Möglichkeit einen perfekten Tag zu verleben ist sicher, wenn man mit einem Traum einschläft und mit dem Ziel erwacht, diesen Traum wahr zu machen; plötzlich zu wissen in welche Richtung es uns zieht, durch eine neue Aufgabe, eine Herausforderung, eine Chance, die man ergreifen möchte, weil man sie in einem neuen Licht sieht. Wir haben Wünsche, Träume, Illusionen, die es sich in unserem Unterbewusstsein so herrlich gemütlich gemacht haben und die erst dann spürbar zu Tage treten, wenn Impulse von außen sie hervorlocken oder sie sich über die Zeit doch etwas eingeengt gefühlt haben und die sich nun Platz verschaffen wollen, um gehört und verwirklicht zu werden. Meist merken wir nur, dass es in unserem Inneren rumort und wir etwas verändern sollten, ohne es genau kanalisieren zu können. Jetzt stellt euch vor, plötzlich klingelt das Telefon und jemand sagt euch, wie das Leben jetzt für euch weitergeht. Dann bleiben genau zwei Möglichkeiten. Entweder ihr sagt, ach nee… lieber nicht, hier in meiner Komfortzone ist es so super bequem. Ich lasse das mal besser. Oder aber ihr sagt, ok, ein neuer „purpose“ – finden wir es heraus, selbst wenn oder gerade weil es euch (heraus)fordert und euer Leben auf den Kopf stellt. Nur so verändert sich etwas, nur so kann man sich weiterentwickeln und Lebenserfahrung sammeln. Also gut, probieren wir es aus. Vielleicht hat man sogar das Gefühl, dass es genau so kommen sollte, weil sich plötzlich alle Puzzleteile zusammenfügen.

So hat es sich in meinem Fall zugetragen und nun sieht es ganz danach aus als würde ich binnen einer knappen Woche plötzlich im Ausland arbeiten. Bääähhhm… wer hätte das gedacht?! Auch wenn es (zunächst?!) mehr ein Pendeln statt ein Auswandern ist, (habe ich doch auch weiter berufliche Verpflichtungen hier) wird es mein Leben spürbar verändern und damit meine ich nicht (nur) den Behördendschungel, den es nun in genauso kurzer Zeit zu bezwingen gilt. Vielleicht drückt ihr mir für morgen die Daumen, damit ich euch schon bald von neuartigen, fremdländischen Glücksmomenten berichten kann?!

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Reminiszenz an die Früchte einer Beziehung

Keine Sorge, hier geht es weder um´s Kinder kriegen noch um eine sehnsuchtserfüllte, trauernde oder wehmütige Beziehungsaufarbeitung, hier geht es – wie so oft in meinem Blog – um eine neue Betrachtungsweise. Beziehungen beginnen, Beziehungen enden. Nein, das will keiner, aber es passiert – ständig – denn verhindern lässt es sich leider nicht immer. Ja, es ist eine blöde Zeit. Aber in diesem Blogeintrag geht es nicht um das Zerstörte, sondern um das Bleibende. Verschenkte Zeit? Vergebliche Liebesmüh`? Ja, vielleicht, aber es ist mehr als das. Trennungen sind genauso individuell wie die zuvor gelebten Beziehungen, aber vielleicht sollte man sich weniger mit dem Verlust quälen, zumal das selten konstruktiv ist, denn meist gibt es einen verdammt guten Grund, dass alles so ist wie es ist, so schmerzlich diese Erkenntnis am Anfang auch sein mag… Statt dem Verlorenen hinterher zu trauern, könntet ihr euch einmal intensiver damit auseinanderzusetzen, inwieweit die Beziehung euer Leben positiv beeinflusst hat und und wie ihr das künftig für euch nutzen könnt. Es geht nicht um einen sachlich entrückten, liebeskummerverklärten Blick zurück, sondern um ein Ausloten neuer Chancen für die Zukunft, die daraus vielleicht erwachsen sind, ohne dass man das möglicherweise wahrgenommen hat. Wie ich gerade jetzt auf das Thema komme? Ihr erinnert euch bestimmt, dass ich momentan (schon wieder) in Den Haag bin und damit in einem Land, das mir in den letzten Jahren doch sehr ans Herz gewachsen ist. Um ehrlich zu sein, hatte ich früher mit unserem Nachbarland gar nicht sooo viel zu tun, doch dann lernte ich einen Niederländer kennen, witzigerweise im Türkeiurlaub, um das Ganze noch globaler zu machen. Er wanderte schließlich zu mir aus und so kam es, dass ich in den letzten vier Jahren eine besondere Beziehung zu Land und Leuten aufbaute – eine Erfahrung, die mich unglaublich bereichert hat und genau jetzt in diesem Moment laufe ich gerade Niederländisch brabbelnd irgendwo in Den Haag durch die Gegend. Wenn es auch mit uns letztlich nicht geklappt hat, fließend Niederländisch zu sprechen hätte ich kaum besser lernen können. Auch in Zukunft werde ich bei den überraschten Blicken der Niederländer Glücksmomente genießen dürfen, wenn ich ihnen offenbare, dass ich gar keine Einheimische bin. Dafür bin ich wirklich dankbar und ja, darauf bin ich auch ein wenig stolz.

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Spontanität als Schlüssel zum Glück

Und plötzlich war sie wieder da, die sprichwörtlich schönste aller Freuden – die Vorfreude! Nachdem ich mich in letzter Zeit schon häufiger in der Disziplin „über-den-eigenen-Schatten-springen“ verdient gemacht habe, habe ich gestern Level 2 gemeistert, welches sich außerdem durch ein erhöhtes Maß an Spontanität auszeichnet.

Bereits vor 2 Wochen schwärmte ich euch von meinem Kurztrip nach Den Haag vor und ja, warum schöne Dinge, die einem gut tun, nicht einfach wiederholen?! Gesagt getan, gebucht, geplant – nächstes Wochenende um diese Zeit darf ich schon wieder mein Frühstück dort genießen. Ein neues Wochenende Den Haag erwartet mich mit sicherlich nicht minder entdeckenswerten neuen Ecken, einer geplanten Radtour, einem Ausflug ans Meer und ebenfalls in Gesellschaft einer Freundin, auch wenn sie mir biologisch gar nicht näher stehen könnte. Dieses Mal werde ich die Stadt zusammen mit meiner Ma erkunden, dem Wirbelwind in den Gassen Den Haags.

Ich hoffe, auf euch warten bereits heute zahlreiche Glücksmomente und wenn nicht, schafft sie euch, ganz spontan und auch wenn die Umsetzung noch nicht sofort beginnen kann, genießt einfach die Vorfreude darauf!

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Einfach mal die Seele baumeln lassen in Den Haag

Wer denkt, dass Den Haag eine moderne und pulsierende Großstadt ist, irrt vielleicht nicht vollkommen, wird der Stadt aber auch nicht ganz gerecht. Über den historischen Gebäuden der Innenstadt ragt zwar die Skyline von Den Haag, aber wirklich störend ist das nicht. Es schafft eher eine Symbiose zwischen den alterwürdigen, typisch niederländischen und bedeutenden Gemäuern des Stadtkerns und den modernen Bürokomplexen, die diese Metropole in die Zukunft tragen – funktionell und optisch.

Buitenhof Den HaagDass in der Innenstadt ein wenig die Zeit stehen geblieben ist, was für das Flair sicherlich wünschenswert ist, solltet ihr allerdings auch bei eurem Einkaufsbummel berücksichtigen, denn hier schließen die Geschäfte täglich schon um 18Uhr, wobei sie montags auch erst zwischen 11 und 12 Uhr öffnen. Dafür könnt ihr auch den Sonntag zwischen 13 und 18 Uhr nutzen. Da wir allerdings so sehr mit dem Genießen unseres Ausflugs beschäftigt waren, beschränkten wir uns auf einen Abstecher zu AH und Hema (längere Öffnungszeiten), um die Stroopwafel- und Lakritzvorräte aufzufüllen und auf das – nicht weniger interessante aber dafür viel günstigere – Windowshopping in der Abendsonne.

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Positiv überrascht haben uns die grünen und malerischen Ruheinseln – Wiesen, Parks und Grünanlagen in der Stadt, die neben dem breiten Sandstrand von Scheveningen zu einem Besuch einladen. Ungefähr auf halber Strecke – zwischen Zentrum und Strand – befindet sich eine wunderschöne Parkanlage, die ich allen Besuchern nur ans Herz legen kann, auch oder gerade weil sie vielleicht nicht zu den klassischen Sehenswürdigkeiten gehört – das Landgut Clingendael. Wenn ihr zwischen Mai und Juli in Den Haag verweilen solltet, schaut euch unbedingt den darin gelegenen japanischen Garten an, der zu den größten und schönsten der Niederlanden gehört. Aber auch, wenn dieser Abschnitt nicht geöffnet ist, lohnt sich ein Ausflug zu dem weitläufigen Landgut, welches außerdem über ein Rosarium verfügt, gepflegte Wiesen und baumgesäumte Wege mit Wasserläufen, typisch niederländischen Häuschen, einen Buchsbaumpark mit märchenhafter Treppe, weidenden Tieren und ausreichend Platz zum Seele baumeln lassen und Durchatmen.

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Auch wenn das Landgut auf dem Wassenaarseweg liegt, nehmt besser die Linie 18 zur Laan van Clingendael, welche direkt vor dem Eingang hält. Der Besuch ist sogar kostenlos.