poEM

Mir scheint, bereits Kurt Tucholsky freute sich auf die (Deutschlandspiele der) Fußball-EM…

Parc Monceau

Hier ist es hübsch. Hier kann ich ruhig träumen.

Hier bin ich Mensch – und nicht nur Zivilist.

Hier darf ich links gehn. Unter grünen Bäumen

sagt keine Tafel, was verboten ist.

Ein dicker Kellerball liegt auf dem Rasen.

Ein Vogel zupft an einem hellen Blatt.

Ein kleiner Junge gräbt sich in der Nasen

und freut sich, wenn er was gefunden hat.

Es prüfen vier Amerikanerinnen,

ob Cook auch recht hat und hier Bäume stehn.

Paris von außen und Paris von innen:

sie sehen nichts und müssen alles sehn.

Die Kinder lärmen auf bunten Steinen.

Die Sonne scheint und glitzert auf ein Haus.

ich sitze still und lasse mich bescheinen

und ruh von meinem Vaterlande aus.

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Selbstliebe

Es mag sein, dass ungeklärt ist, ob Charlie Chaplin das folgende Gedicht anlässlich seines 70. Geburtstages wirklich verfasst hat. Seine Botschaft ist hingegen umso eindeutiger. Bereits in meinem letzten Beitrag habe ich angedeutet, dass Akzeptanz, Nachsicht und bestenfalls auch Liebe uns selbst gegenüber mindestens genauso wichtig ist wie gegenüber unseren Mitmenschen. Darum vergesst nicht, euch dann und wann auch eine kleine Liebeserklärung zu machen, indem ihr euch selbst mit all eurer unverwechselbaren Einzigartigkeit annehmt und wertschätzt:

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann
(Charlie Chaplin)

Vertrauen

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin und dass alles, was geschah, richtig ist. Von da an konnte ich ruhig sein. Heute weiß ich, das nennt sich Vertrauen!

Selbstachtung

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich verstanden, wie sehr es jemanden beschämt, ihm meine Wünsche aufzuzwingen, obwohl ich wusste, dass weder die Zeit reif noch der Mensch dazu bereit war und auch wenn ich selbst dieser Mensch war. Heute weiß ich, das nennt sich Selbstachtung!

Authentisch-Sein

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid nur Warnungen für mich sind, gegen meine eigene Wahrheit zu leben. Heute weiß ich, das nennt man Authentisch-Sein!

Reife

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, mich nach einem anderen Leben zu sehnen und konnte sehen, dass alles um mich herum eine Aufforderung zum Wachsen war. Heute weiß ich, das nennt man Reife!

Ehrlichkeit

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben und ich habe aufgehört, weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwickeln. Heute mache ich nur, was mir Spaß und Freude bereitet, was ich liebe und was mein Herz zum Lachen bringt, auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo. Heute weiß ich, das nennt man Ehrlichkeit!

Selbstliebe

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war, von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen und von allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst. Anfangs nannte ich das gesunden Egoismus, aber heute weiß ich, das ist Selbstliebe!

Einfach-Sein

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, hörte ich auf, immer recht haben zu wollen, so habe ich mich weniger geirrt. Heute habe ich erkannt, das nennt man Einfach-Sein!

Vollkommenheit

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich mich geweigert, immer weiter in der Vergangenheit zu leben und mich um meine Zukunft zu sorgen. Jetzt lebe ich nur mehr in diesem Augenblick, wo alles stattfindet. So lebe ich jeden Tag und nenne es Vollkommenheit!

Herzensweisheit

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, da erkannte ich, dass mich mein Denken armselig und krank machen kann. Als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte, bekam mein Verstand einen wichtigen Partner, diese Verbindung nenne ich Herzensweisheit!

Das ist das Leben

Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen, Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen zu fürchten, denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander und es entstehen neue Welten. Heute weiß ich, das ist das Leben!“

Happy Valentines Day to You(rself)!

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Gedicht zu Chilldie

Wenn ich hier schon Kinderzeichnungen fertige, einfach nur um auszuprobieren, wie es ist, mal wieder einen Stift in der Hand zu halten, was nach dem schulischen Kunstunterricht wohl nicht mehr der Fall war und – wie man sieht – ohne künstlerischen Anspruch einfach aus der Laune heraus kam, ging es doch um den Spaß dabei und nicht um das Produkt. Wenn diese Chillkröte aber nun schon einmal in der Welt ist, warum nicht gleich auch noch eine kleine Geschichte in Gedichtform dazu (natürlich mit vergleichbarem Anspruch, s. dazugehörige Kategorie „Reim-dich-oder-ich-fress-dich“). Ich lasse euch dennoch daran teilhaben, ganz einfach weil es schön ist in seinem eigenen Blog Unfug treiben zu können, frei von Spielregeln, je nach Muße und Façon.

Mir fiel dazu Folgendes ein:

Traurige Chilldie

Statt bei Sonnenschein

und gekühltem Weißwein

zieht sich Chilldie in ihren Panzer zurück,

vergebens wartet sie auf ihr Lebensglück

als Hildi plötzlich klopft und fragt,

was Fürchterliches geschehen sei,

Chilldie wortkarg sagt,

sie wünsche sich so sehr das große Glück herbei.

Hildi immer einen guten Rat zur Hand

äußert sich auch stets gewandt,

ist bei Freunden immer zum Helfen bereit.

Ja, Chilldie, auch du tust mir leid,

aber helfen kann ich dir dieses Mal nicht.

überrascht und noch trauriger sah Chilldie sie an,

große Tränen trübten ihre Sicht.

Besorgt fragte sie, wer dann?

Ehrlich antwortete Hildi: niemand kann dir helfen,

nicht einmal die zauberhaften Wasserelfen.

Aber das ist auch nicht schlimm,

hast du doch alles Nötige in dir drin,

um glücklich zu werden,

überall auf Erden,

solange DU nur an DICH glaubst!

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Schließlich strahlte Chilldie wieder und fasste neuen Mut.

Der Schmetterling mit Sorgenflügel

Nachdem ich euch zuletzt ein weiteres Gedicht von Hans Kruppa eingestellt hatte, war es nun an der Zeit, mich selbst mal wieder schöpferisch zu betätigen. Die elektronische Tinte ist quasi noch warm. Entstanden ist dabei ein kleines Gedicht über einen Schmetterling mit Sorgenflügel:

Einsam flatterst du durch die Nacht
Und dachtest, du hättest ein Gefühl des Verliebtseins entfacht –
Ein Kribbeln, so zart und fein
Und doch bis tief in das Bauchgefühl hinein.

Begleitet vom zögerlichen Schwingen
Hörte ich dich ganz leise singen.
Die Melodie des Herzens so sacht,
Hast du neue Hoffnung wie aus dem Nichts gebracht,
Was hast du nur mit mir gemacht?

Dort sitzt du nun und weißt nicht aus noch ein,
Schaust leicht verunsichert drein,
Plötzlich vermisst du deine Leichtigkeit –
Der linke Flügel starr vor Unsicherheit.

Der rechte Flügel aber flattert weiter.
Er zeigt sich unbekümmert und heiter.
Er gibt nicht auf, was so schön begann,
Weil er fest daran glaubt, dass irgendwann
Auch der linke Flügel wieder erwacht
Und er mit ihm zusammen durch die Nacht
Wieder auf Reisen geht,
Von der Brise des Verliebtseins geweht,
Um Menschen zu berühren und zu erreichen,
Die nicht sorgenvoll vor ihm weichen
Und ihn mit offenen Armen empfangen,
Weil sie nicht vor Enttäuschungen bangen.

Bis dahin legt er sich ruhend nieder
Bis er erneut geweckt wird von den Liedern,
von den Klängen im Herzen,
sei es aus Liebe, sei es aus Schmerzen

Im Kokon der HOFFNUNG.

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„Lass sie nicht ein“

„LASS SIE NICHT EIN

Wie schön es ist
im Irrgarten deiner Illusionen,
wie gut es duftet
nach Phantasie und Sehnsucht,
die sich nicht begnügt
mit dem Möglichen.
Noch hat die Hitze der Entbehrung
sein üppiges Gras nicht verbrannt,
noch hat der Hagel der Enttäuschung
seine bunten Blumen nicht geknickt,
noch können die Bäume flüstern,
und ihre Früchte schmecken
nach ewiger Freude.

Laß sie nicht ein,
die ernsten, forschen Gärtner
mit den Sicheln und Heckenscheren,
den Sägen und Äxten,
die gerade Wege anlegen wollen,
damit niemand sich mehr in dir verirrt.
Sie wissen nicht, was Schönheit ist.

Laß nur jene in dein Labyrinth,
die Hoffnung in den Händen tragen
und Zärtlichkeit in ihren Augen,
die Tage nicht nach Stunden messen
und ihr Herz öffnen
dem Zauber hinter den Erscheinungen –
und dabei ganz vergessen,
den Ausgang zu suchen.“

(Hans Kruppa)

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Tagesprogramm

„TAGESPROGRAMM

Heute will ich
aus dem Rahmen fallen
und weich landen,
dann zu der Musik
in meinem Kopf
schön aus der Reihe tanzen,
mich zum Ausruhen
zwischen die Stühle setzen,
danach ein bißchen
gegen den Strom schwimmen,
unter allem Geschwätz wegtauchen
und am Ufer der Phantasie
so lange den Sonnenschein genießen,
bis dem Ernst des Lebens
das Lachen vergangen ist.“

(Hans Kruppa)

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Kleine Morgengymnastik

Ich erinnerte mich gerade an dieses kleine Gedicht, dass früher neben meinem Bett hing, suchte es, fand es und gebe es nun euch für euren Start in den Tag mit auf den Weg:

„KLEINE MORGENGYMNASTIK

Ich stehe mit dem
richtigen Fuß auf,
öffne das
Fenster der Seele,
verbeuge mich vor allem,
was liebt,
wende mein Gesicht
der Sonne entgegen,
springe ein paarmal
über meinen Schatten
und lache mich gesund.“

(Hans Kruppa)

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Heiße Liebe am Morgen

Nach einer kurzen Nacht
Noch im Halbdunkel am Morgen,
Bin ich gerade erwacht,
Noch frei von Sorgen,
An nichts anderes denkend
Als an den Einen,
Der mir heiße Liebe schenkend –
Ja, wen mag ich meinen? –
Dieses wohlig warme Gefühl verleiht,
Wenn wir gemeinsam
Voll Heiterkeit –
Statt einsam
Nur zu zweit den Tag beginnen,
Bereits ganz von Sinnen
Von seinem betörenden Duft,
Der über mir hängt in der Luft
Und von seinen Kräften,
Die durch mich fließen und meinem Bauch anheften,
Schon allein, wenn ich ihn morgens seh‘,
Kann ich meine Hände nicht von ihm lassen
Und fülle schließlich meine Tassen
Mit ihm: dem Herrn Kaffee!!!

Gedicht zum Sommer

Eis in der Hand, im Gesicht die Sprossen,

was haben wir doch den Sommer genossen,

eingetaucht ins kühlen Nass,

endlich Urlaubsstimmung – das war doch was!

Die Flip-Flops auf der Wiese liegend,

wir uns in der Sonne biegend,

braun gebrannt in der Abendsonne,

wie herrlich warm, was für ´ne Wonne.

Sommerzeit, Urlaubszeit,

wer von uns ist nicht dafür bereit?!

Doch arbeiten im Büro dafür

bringt bei diesem Wetter wenig Plezier.

Feierabend, du schöne Zeit,

bringst Rettung und Freud´.

Doch ich eile nur mit Weile,

weil ich noch nicht weiß,

mit wem ich sie nun teile,

diese sonnenreiche Zeit –

statt zu zweit,

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allein.

Hach ja, ich weiß, fast schon ein wenig zu melancholisch für einen Glücksblog, aber auch hierbei kommt es wohl darauf an, was wir daraus machen, denn nur weil das Wochenende vielleicht noch nicht mit Terminen prall gefüllt ist, heißt das noch lange nicht, dass es trostlos werden muss. Ich würde es eher als ein Wochenende mit Entfaltungsmöglichkeiten beschreiben. Immerhin fehlen dem inneren Schweinehund dadurch die Argumente, mich von der Wissenschaft abzuhalten, die schon wieder um Aufmerksamkeit bettelt. Also lieber jetzt noch einmal die Nase in die Bücher gesteckt, damit ich diese Stapel zu einem späteren Zeitpunkt an die Seite legen kann, wenn die schönen Momente – die Glücksmomente – des Lebens auf mich warten. Aber wehe, wenn ihr mich hier noch lange schuften lasst! 😉