Happy Halloween!

… ein Tag, den ich zugegebenermaßen jedes Jahr auf‘ s Neue skeptisch beäuge, weil ich ihn nicht so ganz für mich einzuschätzen weiß. Die hiesigen Auswüchse sind mit dem amerikanischen Hype wohl längst nicht vergleichbar, aber brauchen wir diesen Tag überhaupt? Prinzipiell kann ich Tage an denen es um Süßigkeiten geht nur begrüßen, schlägt in mir doch ein Naschkatzenherz. Auch der Mut zur Hässlichkeit hat schon etwas, streben alle an den übrigen 364 Tagen doch nach dem kompletten Gegenteil. Nur dieser Grusel-und Erschreckkram ist definitiv nix für meine zartbesaiteten Nerven und auch ein permanentes Klingeln an der Haustür ist eher semi-erwünschenswert, oder? Die Kinder haben ohnehin längst vergessen, warum sie an dem heutigen Tag schulfrei haben, wenn er kalendarisch nicht so ungünstig fällt und sie in den glücklichen Bundesländern wohnen in denen dieser Tag ein Feiertag ist. Oder sind die Bundesländer die glücklicheren, die, Allerheiligen sei Dank, nach Halloween ihren Rausch ausschlafen dürfen?! Das hätten sie sich wohl auch nicht träumen lassen, unsere Allerheiligen. Ich bin kein gläubiger, ja nicht einmal ein getaufter Mensch, aber doch finde ich es irgendwie schade, wenn Halloween anfängt alles zu überlagern. Nächstes Jahr kommen wir übrigens alle in den Genuss eines freien Reformationstages, der dank des Schaltjahrs mit einem Montag auch noch sehr arbeitnehmerfreundlich liegt. Aber vorher müssen wir erstmal den heutigen Halloweentag schock- und unfallfrei überstehen.

Ich wünsche euch allen eine schaurig-schöne Zeit! 😉
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Liebster Award

Ich danke dir, lieber Samu, (https://mitteninsherzmoment.wordpress.com/2015/10/28/liebster-award/) für deine Nominierung zum „Liebster Award“! 🙂 Gern werde ich deine Fragen beantworten, sind sie doch immer tolle Denkanstöße. Allerdings werde ich auch dieses Mal mit den Regeln brechen und keine weiteren Nominierungen vornehmen. (Wenigstens droht mir hier nichts Böse, wenn ich den Ketten-Award unterbreche, lebt er doch auch durch die anderen Blogs fort.)

Nun aber zu deinen 11 Fragen:

  • 1. Seit wann bloggst du?

Ich blogge seit dem 25.5.2015.

  • 2. Hast du deinen Blog in deinem privaten Umfeld bekannt gemacht?

Einigen habe ich von meinem Blog erzählt, aber die allermeisten Mitleser/innen kenne ich nicht persönlich.

  • 3. Wie sähe deine Traumwelt aus?

Ich bin mir gar nicht so sicher. Mein erster Impuls wäre zu schreiben: glücksstrahlend. Eine Welt, in der alle glücklich, zufrieden und friedlich miteinander leben klingt doch eigentlich nach der idealen Traumwelt, oder?! Aber ich fürchte, dann müsste man nicht nur die Welt, sondern auch die in ihr lebenden Menschen ändern, denn wenn wir ehrlich sind, sind die meisten Menschen nur schwer zufrieden zu stellen. Neid und Missgunst könnten diese Traumwelt trotz der schönsten Ausgangsbedingungen ins Wanken bringen. Ich bin mir nicht sicher, ob wir nicht auch dann und wann Phasen brauchen, die uns fordern, damit wir uns selbst weiterentwickeln können und wollen und um die schönen Momente schätzen zu lernen. Ich fürchte, dass eine Traumwelt genau deshalb eine illusionistische bleiben wird, gerade weil sie mitunter zu perfekt wäre. Vielleicht bleiben wir dann doch besser in der Echten, nehmen sie so an wie sie ist und gehen verantwortungsvoll mit ihr und unseren Mitmenschen um?! Permanentes Hüpfen von rosa Wolke zu rosa Wolke mit Dauergrinsen in der magischen Traumwelt würde irgendwann doch auch eintönig, oder?!

  • 4. Was heisst für dich Freundschaft?

Freundschaft ist ein kostbares Gut von zwei Menschen, die sich einander Vertrauen und ein offenes Ohr schenken, womöglich schon wissen, was los ist, ohne dass man es aussprechen muss. Freundschaft verbindet Menschen und gemeinsame Erlebnisse, geteilte Glücks- und Unglücksmomente. Sie bietet Halt und Schutz, Zuversicht, Freude, Geborgenheit und Genuss und damit sie ewig hält bedarf sie beiderseitiger Pflege. Freunde sind wie eine Art Wunschfamilie, die aus Menschen besteht, die man gern um sich haben möchte, weil man sich ihnen verbunden fühlt.

  • 5. Was machst du um dich zu entspannen?

Da gibt es wohl unzählige Möglichkeiten, aber mir reichen schon ganz banale Dinge wie ein ausgedehnter Spaziergang, um den Kopf frei zu bekommen; ein gutes Buch, um in eine andere Welt abzutauchen; eine heiße Badewanne an einem kalten Wintertag; Fotografieren, um sich auf einzigartige Dinge zu konzentrieren, denen man sonst keine Beachtung schenken würde; Zeit mit Freunden, um zu genießen und / oder auf andere Gedanken zu kommen; reisen und entdecken, um über den eigenen Tellerrand zu schauen,…

  • 6. Was wäre dein Traumjob?

Mein Traumjob wäre ein Job bei dem ich morgens freudestrahlend aufstehe, weil ich mich auf meinen Arbeitstag freue, wo ich eine Arbeit verrichte durch die ich Gutes bewirken kann, in einem Arbeitsumfeld in dem ich mich pudelwohl fühle, mit einer Arbeit, die mich erfüllt und abends zufrieden einschlafen lässt.

  • 7. Buch oder Film?

Beides, nur verfilmtes Buch ist häufig schwierig….

  • 8. Nachtmensch oder Frühaufsteher?

Schlaftier und Frühaufsteher.

  • 9. Magst du die Zeit um den Vollmond?

Ich weiß nicht, ob die Mondphase einen Unterschied macht?!

  • 10. Erinnerst du dich an dein Lieblingsmärchen aus der Kindheit?

Drei Haselnüsse für Aschenbrödel – noch immer ein Muss in der Vorweihnachtszeit!

  • 11. Kannst du Tagträumen?

Unbedingt! Irgendwo muss meine Phantasie ja hin. 😉

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Glück der kleinen Dinge

Im Strudel der Ereignisse nun auch mal wieder ein Eintrag zum Glück der kleinen Dinge, die meinen gestrigen Tag bereichert haben. Nach getaner Arbeit freute ich mich auf meine Verabredung zum gemeinsamen Kaffee trinken mit einer Freundin in einem Lokal, das nicht nur aufgrund seines leckeren Kaffees, sondern auch wegen des angrenzenden Schuhladens, strategisch günstig gelegen ist. Als ich dort wartete – die neuen Schuhe bereits in der Tüte (Ich brauchte wirklich welche!!!!) – hallte der Ausspruch der Verkäuferin noch eben nach, welche mir kurz zuvor gut gelaunt mein sehr übersichtliches Wechselgeld mit den Worten: „Und hier noch ein Glückscent für sie!“ überreichte. Ebenfalls strahlend (wie auch sonst?!) antwortete ich: „Na dann wollen wir mal hoffen, dass er auch hilft“. Aber sie zeigte sich zuversichtlich und meinte: „Wenn er von mir kommt immer!“. Mit einem „Na dann komme ich künftig öfter!“ zog ich von dannen. Noch in Gedanken an meinen soeben erhaltenen Glückscent und dem am Dienstag gefundenen Fünfcentstück versunken, erspähte ich auf dem Weg unmittelbar vor mir einen weiteren Glückscent auf der Erde. Also wenn das keine guten Omen sind?!

Es folgte ein lieb gewonner Kaffeeplausch; dieses Mal sogar mit einer „Save the Date-Karte“, denn ja, sie trauen sich und sie wird eine wunderschöne Braut! Ich freue mich schon sehr auf diesen weiteren Meilenstein, den wir in unserer inzwischen schon 12jährigen Freundschaft miteinander teilen dürfen. Es wird sicher ein großartiger Moment, gehört er doch nicht ohne Grund zu den ganz besonderen im Leben.

Beschwingt machte ich mich auf Richtung Bahnhof, wollte ich doch den langen Behördendonnerstag nutzen, um auch auf meiner Orga-Liste noch ein paar weitere Häkchen machen zu können, aber ja, so weit zur Theorie. Der Zug fuhr an, eine junge Frau, ungefähr in meinem Alter, plumpste erschöpft auf den Sitz neben mir und schon rollten wir los. Eigentlich mag ich ja solche beengten Sitzsituationen nicht so sehr und steckte auch meinen Läppi direkt wieder ein, denn wenn andere permanent auf deinen Bildschirm starren können… Na gut, dann eben nicht. Dafür ist man halt der Gefahr ausgesetzt von mir direkt in ein Gespräch verwickelt zu werden und es dauerte auch nicht lang, da zeigten sich viele berufliche Ähnlichkeiten und eine wirklich angenehme Unterhaltung entwickelte sich, nachdem wir bereits am ersten Halt vorübergehend gestrandet waren. Ich hatte ihr inzwischen meine noch halb volle Wasserflasche gegeben, weil sie extremen Durst hatte, was ihre Rennerei zum Zug nicht besser gemacht hat und als ich ihr dann beim Verharren der Bahn auch noch Schokolade anbot, war jeder Bann gebrochen und wir lehnten uns entspannt zurück, weil wir es doch nicht ändern konnten. Inzwischen disponierte ich auch kurzerhand um und statt Behördengang wurde es ein gemütlicher Abend mit einem Freund, der mich am Bahnhof eingesammelt hat, so dass ich nach 14 Stunden mit vollem Bauch abends eigentlich nur noch ins Bett fiel und mit den gesammelten Glücksmomenten des Tages einschlief und der wiederholten Erkenntnisse, dass auch Kleinigkeiten Großes bewirken können.

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Do not give up, the beginning is always the hardest…

… sprach sie und kämpfte sich durch den niederländischen Behördendschungel, denn schließlich kann ich hier nicht nur predigen, sondern ich muss dann wohl oder übel auch selbst ins kalte Wasser springen… *hüpf* … *platsch*… Nur bitte ohne *gluck, gluck*… So viel zum Ausgang meines letzten Blogeintrages…. ja, ich tue es! Den endgültigen Entschluss dazu habe ich allerdings erst heute Mittag nach einem sehr motivierenden Gespräch mit einem ganz tollen Menschen gefasst, den ich sofort als Vater adoptieren würde, wenn ich könnte und dürfte. Manchmal braucht man – ja, auch ich – den letzten Anstoß, der einem die Kraft zum Sprung über die Hürde oder eben in das kalte Wasser verleiht. Das klingt jetzt wirklich sehr pathetisch, aber jemanden gehen zu lassen und ihm gleichzeitig einen Rückzugsort zu bieten, ist wohl einer jener schwierigen Aufgaben von Eltern, wenn die Kleinen plötzlich groß werden und in die weite Welt hinaus wollen. (Ja, Mama, ich weiß, ich bin jetzt schon viel zu weit weg!) Einen solchen Zuspruch und herzliche aufmunternde Worte allerdings auch von einem Menschen zu erhalten, der weder mit mir verwandt, verschwägert, noch befreundet ist, verleiht definitiv Glücksmomente, gerade weil es so unverhofft kommt. Aber ja, dass unverhofft oft kommt, merke ich bei den aktuellen Entwicklungen gerade gefühlt ohne Unterlass. Mögen sie weiterhin positiv bleiben – für uns alle! Man darf nur nicht die Zuversicht verlieren, dass sich alles irgendwann fügt, oder wie unsere Nachbarn sagen würden: alles komt goed!

The perfect day?!

„The perfect day is … going to bed with a dream, waking up with a PURPOSE.“

Es ist noch gar nicht so lange her, da bin ich über dieses Zitat gestolpert und dachte, ja, da ist etwas Wahres dran. Eine Möglichkeit einen perfekten Tag zu verleben ist sicher, wenn man mit einem Traum einschläft und mit dem Ziel erwacht, diesen Traum wahr zu machen; plötzlich zu wissen in welche Richtung es uns zieht, durch eine neue Aufgabe, eine Herausforderung, eine Chance, die man ergreifen möchte, weil man sie in einem neuen Licht sieht. Wir haben Wünsche, Träume, Illusionen, die es sich in unserem Unterbewusstsein so herrlich gemütlich gemacht haben und die erst dann spürbar zu Tage treten, wenn Impulse von außen sie hervorlocken oder sie sich über die Zeit doch etwas eingeengt gefühlt haben und die sich nun Platz verschaffen wollen, um gehört und verwirklicht zu werden. Meist merken wir nur, dass es in unserem Inneren rumort und wir etwas verändern sollten, ohne es genau kanalisieren zu können. Jetzt stellt euch vor, plötzlich klingelt das Telefon und jemand sagt euch, wie das Leben jetzt für euch weitergeht. Dann bleiben genau zwei Möglichkeiten. Entweder ihr sagt, ach nee… lieber nicht, hier in meiner Komfortzone ist es so super bequem. Ich lasse das mal besser. Oder aber ihr sagt, ok, ein neuer „purpose“ – finden wir es heraus, selbst wenn oder gerade weil es euch (heraus)fordert und euer Leben auf den Kopf stellt. Nur so verändert sich etwas, nur so kann man sich weiterentwickeln und Lebenserfahrung sammeln. Also gut, probieren wir es aus. Vielleicht hat man sogar das Gefühl, dass es genau so kommen sollte, weil sich plötzlich alle Puzzleteile zusammenfügen.

So hat es sich in meinem Fall zugetragen und nun sieht es ganz danach aus als würde ich binnen einer knappen Woche plötzlich im Ausland arbeiten. Bääähhhm… wer hätte das gedacht?! Auch wenn es (zunächst?!) mehr ein Pendeln statt ein Auswandern ist, (habe ich doch auch weiter berufliche Verpflichtungen hier) wird es mein Leben spürbar verändern und damit meine ich nicht (nur) den Behördendschungel, den es nun in genauso kurzer Zeit zu bezwingen gilt. Vielleicht drückt ihr mir für morgen die Daumen, damit ich euch schon bald von neuartigen, fremdländischen Glücksmomenten berichten kann?!

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Zeit(umstellung)

Heute ist es wieder so weit – es wird an den Uhren gedreht. Aber auch wenn wir dadurch theoretisch eine Stunde Zeit dazu gewinnen, bleibt uns doch nicht mehr Zeit als zuvor vom Leben. Zeit ist das wohl kostbarste Gut über das wir verfügen. Wir wissen nicht wie groß unser Kontingent ist und das ist vielleicht auch gut so und dennoch (oder gerade deshalb) ist es unsere Pflicht, dass wir unsere Zeit gut nutzen. Es muss nicht immer die betriebsame Beschäftigung sein, durch die wir uns beruflich weiter nach vorne bringen. Auch die Regenerationszeit hiervon und vor allem die Zeit mit unseren Liebsten, ob nun Freunde, Partner oder Familie, ist mindestens genauso wichtig oder sogar wichtiger, denn auch den Umfang ihres verbleibenden Zeitkontingentes kennen wir nicht. Am Allerwichtigsten ist es deshalb, dass wir die Zeit bewusst erleben und wertschätzen; dass wir sie nicht vergeuden, sondern jede Minuten bewusst leben, denn es werden sekündlich weniger, die uns zur Verfügung stehen, um unser Leben so zu gestalten wie wir es uns erträumen, es zu genießen und es zu erleben, Lebenserfahrungen und Glücksmomente zu sammeln. Darum nutzt das Hier und Jetzt, kostet es euch doch einen ganzen wertvollen Tag eures Lebens. Legt euer bestes Parfum auf, ruft die Menschen an, die euch wichtig sind, zieht etwas Schönes an, verabredet euch oder überwindet euren inneren Schweinehund und setzt euch an die Arbeit oder geht zum Sport, denn vom Abwarten und Nörgeln wird nichts besser. Was auch immer ihr für das Wochenende plant, genießt es! Ich wünsche euch eine große Portion Glücksmomente!

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