Queen of Tapering

Die Wettkampfsaison ist eröffnet. Wie im letzten Jahr habe ich zuvor nicht trainiert, sondern bin (mehr oder weniger) aus der Kalten an den Start gegangen. Heute gab es keine Ausreden und auch kein Zurück mehr, sondern nur noch Schritt für Schritt nach vorn.

„Tapering“ ist eigentlich eine Bezeichnung dafür, wenn man unmittelbar vor einem Wettkampf einen oder auch zwei Gänge runterschaltet, damit man am Tag X alle Reserven abrufen kann… Nun ja, um ganz sicher zu gehen habe ich das direkt mal auf den Winter und Frühling ausgedehnt, nach einem Blitzstart im Herbst… Immerhin werden die Ruhephasen kürzer, den zuvor lief ich jahrelang nicht mehr und über einen Schönwetter-Hobby-Läufer kam ich nie hinaus, weil ich gar nicht auf die Idee gekommen wäre…

Aber wenn’s läuft, dann läuft’s:  6,5km in 35Min. (Pace: 5,3) – mein schnellster Wettkampf bislang und das erste Mal, dass ich Andere überrundete – ein für mich bis dato unbekanntes Gefühl!

Dieses Mal ist meine Regenerationsphase allerdings extrem kurz, denn Dienstag geht es schon wieder an den Start, aber jetzt habe ich ja die passende Ausrede: (just a) queen of tapering. 😉

Glück der kleinen Dinge

Nomen est omen?! Heute war mein Blogname offenbar mal wieder Programm, denn auf der Straße funkelte es mir kupfern entgegen. Ich habe ein 5Ct-Stück gefunden. Wenn das mal kein Glück bringt? Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ich freue mich über solche Funde jedes Mal auf’s Neue enorm. Deshalb habe ich auch beschlossen, mir eine Glückscent-Sammel-Stelle zu basteln, um weiteres Glück anzuziehen und um mich täglich daran zu erinnern, wie unverhofft einem das Glück in seinen unterschiedlichen Facetten begegnen kann.

Innerhalb einer Woche habe ich bereits 18Ct gefunden (1x 1Ct, 1x 2Ct, 1x 5Ct, 1x 10Ct). Ich weiß nicht, wie hoch die statistische Wahrscheinlichkeit ist überhaupt einen Glückscent zu finden, aber gleich 4x binnen einer Woche fündig zu werden halte ich schon für einen ziemlichen Glücksfall. Vielleicht war es nicht der berüchtigte Goldtopf am Ende des Regenbogens, aber kommt es darauf an? Mich hat es jedes Mal fröhlich gestimmt, mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert und mir ungeachtet des Münzwertes viel Freude beschert. Aber es blieb nicht nur bei funkelnden Begegnungen am Wegesrand, sondern auch zahlreiche menschliche Begegnungen kamen hinzu. Plötzlich traf ich viele Menschen, die ich schon lange nicht mehr gesehen habe. Es texteten Leute, zu denen ich über Wochen, Monate oder vielleicht sogar Jahre keinen Kontakt mehr hatte. Unverhofft kommt eben doch oft, manchmal sogar öfter.

Ich wünsche euch allen überraschende, glücksspendende Begegnungen an diesem Wochenende!

Muster des Lebens?!

Welches Muster trägt dein Leben? Fühlt es sich manchmal eher zweidimensional an – leicht abgeflacht und mit wenig Struktur? Oder türmen sich die Herausforderungen zu wahren Gebirgsketten? Haben sich Erinnerungen wie Fossilen in dein Relief gebrannt oder präsentiert sich dein Leben als offene Lichtung für neue Erfahrungen und Abenteuer? Bist du ein Chaot, dessen Lebensskizze aus einem Irrgarten besteht oder legst du behutsam eine Lebensschicht um die andere wie der Querschnitt eines Baumes – schön bedächtig dem vorgegebenen Muster folgend bis der Blitz einschlägt und die Zweifel als kleine Borkenkäfer beginnen zu nagen?

Ganz gleich, welches Abbild der Querschnitt deines Lebens momentan zeigt. Du bist der Bildhauer. Du bist der Künstler deines ganz eigenen Lebenswerkes. Du kannst es formen und gestalten, es fortsetzen oder neu beginnen und irgendwann wird sich der Kreis des Lebens schließen. Aus einer vagen Idee wird eine grobe Skizze, Grundstrukturen bilden sich immer stärker heraus, feine aber wichtige Details kommen hinzu bis es sich komplett anfühlt – das große Ganze. Das Leben. Dein Leben.

Wetter(n)

Das Schöne an Regentagen: man freut sich über jeden einzelnen Sonnenstrahl, der sich durch die Wolken kämpft, der vom Frühling kündet, von Hoffnung, Wachstum und Wärme. Der Bewegungsdrang erwacht aus dem Wintermodus, denn er sehnt sich nach der dunklen, kühlen, viel zu lange fortdauernden Jahreszeit nach Licht, frischer Luft, Veränderungen und Begegnungen, nach bunten Farbklecksen in der Natur, die von friedlicher Rebellion gegen die Tristesse des Winters künden.

Beschwingt und frohen Mutes, mit Guter-Laune-Musik im Ohr und einem Lächeln im Gesicht spazierte ich heute Morgen Richtung Schreibtisch und erfreute mich an den Sonnenstrahlen, die das frühlingshafte Grün zum Leuchten und die letzten Wassertropfen an den kunterbunten Blüten zum Glitzern brachten. Es tat so gut, die müden Knochen zu bewegen, bevor sie in den nächsten Stunden auf dem Bürostuhl wieder in sich zusammensacken und auf die feierabendliche Erlösung warten.

So beliebt das Wettern über das Wetter auch sein mag. Erst seine Facetten prägt unser Bewusstsein für seine besonderen Reize – ohne Licht kein Schatten, ohne Regen kein Regenbogen.

Schlüsselfrage

Warum stellt uns das Leben vor so viele Herausforderungen?

Damit wir aus ihnen lernen.

Warum wirft uns das Leben Knüppel vor die Füße, wenn wir gerade Aufwind haben?

Damit wir nichts überstürzen.

Warum gibt uns das Leben mehr Rätsel statt Lösungen?

Damit wir unseren eigenen Weg finden.

Und woher wissen wir dann, ob wir die richtige Entscheidung treffen?

Gar nicht.

Die einzige Frage, die wir uns stellen können ist:

ob uns unser Denken und Handeln näher zu dem bringt, wer und wie wir sein wollen.

Der frühe Vogel kommt in Form

Nichts los? Alltagstrott? Einheitsgrau? … Akzeptieren oder Ändern?

Da ich mir vorgenommen habe wieder aktiver zu werden, war die Entscheidung schnell getroffen. Ich wollte nicht nur etwas ändern, sondern auch etwas bewegen. Warum nicht im buchstäblichen Sinne?

Gesagt. Getan. Ich habe einen Firmenlauf in der Umgebung ausfindig gemacht, einen Sponsor aufgetrieben und ein Team von 7 Leuten mehr oder weniger freiwillig zur Teilnahme (zwangs)rekrutiert. Im Vordergrund standen dabei für mich 3 Hauptgründe:

  1. Teambuilding
  2. einen Grund schaffen, um die eigenen Turnschuhe endlich mal wieder zu entstauben
  3. aus der Komfortzone krabbeln und aktiv werden.

Einmal ins Rollen gebracht, traf ich gestern Abend vor dem Einschlafen eine Vereinbarung mit mir selbst. (Das hat den Vorteil, dass keiner auf die Einhaltung pocht, petzt, wenn sie platzt oder man damit aufgezogen wird.) Ich ging zeitig schlafen und nahm mir bei einem Wachwerden gegen 6Uhr vor, laufen zu gehen, beim Aufwachen gegen 7Uhr plante ich, vor der Arbeit einzukaufen und bei 8Uhr ohne Zwischenziel direkt zur Arbeit aufzubrechen. Es kam, wie es kommen musste:

5.43 Uhr – Es dämmert. Nicht nur draußen, sondern auch mir. Wer hatte noch mal die Idee mit dem morgendlichen Lauf? Ein beschlagenes Fenster ließ nichts Gutes verheißen. Kurzer rettender Blick auf die Wetter-App. Fehlanzeige. Statt der inzwischen üblichen Regen- bis Hagelankündigung: Sonne, klar, frostig, aber niederschlagsfrei. Wollte ich wirklich das warme, weiche, kuschelige Bett verlassen?! Halb schlafwandelnd, halb meine Not realisierend setzte ich einen Fuß vor den anderen bis sie schussendlich in den Turnschuhen steckten und mich Schritt für Schritt den Berg hinauftrugen. Die Musik im Ohr übertönte zuverlässig das Schnaufen. Der eisige Atem legte sich wie ein Bleigürtel darüber und drückte unbarmherzig auf den Brustkorb (und tarierte damit den Pöppes aus, der am Berghang nun noch etwas tiefer hängend ebenfalls mit hinauf musste). Schließlich ging es bergab – mit der Strecke, mit mir, aber dafür auch näher Richtung Ziel. 45Minuten mussten reichen. Mehr war nicht drin mit den müden Knochen und schlaftrunkenen Muskeln.

Kaum angekommen gaben sie sich dankbar der heißen Dusche hin, während die Waschmaschine bereits eifrig rödelte und mir Zeit verschaffte, mich wieder zu mobilisieren, meinen heißen Kaffee ganz in Ruhe durch die eisige Kehle rinnen zu lassen, um den Weg für ein schmackhaftes Sportlerfrühstück zu bereiten (Quark, Milch, etwas Apfel-Mango-Mark, frische Himbeeren und Chiasamen).

Nach den letzten Handgriffen im Haushalt hatte nun auch die Waschmaschine ihre letzte Runde beendet – wenigstens Eine mit konstanter Pace – so dass ich zur Arbeit aufbrechen konnte. Der Bus war weg. Natürlich. Was blieb? Wieder auf den Berg. Zu Fuß. Nun aber spazierend und weniger schnaufend, wach und munter und mit dem guten Gefühl heute schon Einiges geschafft zu haben. Montag-Morgen-Motivation. Check.

Aus der Not eine Tugend machen

Was wäre das Osterfest ohne Ostereier?! Sie bilden nicht nur einen wichtigen kulinarischen Bestandteil, sondern auch eine zentrale Grundvoraussetzung für kaum wegzudenkende Disziplinen wie das Eiertrudeln – ein H-ei-light aus meinen Kindertagen, wenn aus dem Kullern Weit- und Zielwürfe wurden, nachdem sich die extra präparierten Eier (Kochzeit von mindestens 30Minuten – denn wer möchte schon verlieren – und am besten noch mit Folie be- bzw. umklebt) als nahezu unkaputtbar erwiesen.

Also her mit den Eiern. Kaufen? Nix da! Schön brav färben wie eh und je. Ist ja auch nicht schwer…. Pah, denkste.

Schritt 1: Eier kochen.

Piksen wir sie mal besser nicht in den Po, damit später die Farbe nicht mehr als nötig durchsickert – Kardinalfehler. Das Ganze sah dann hinterher nämlich so aus:

Aber wie sagt Oma immer so schön: Humor ist, wenn man trotzdem lacht. Also habe ich kurzerhand den Boss der Gang gekürt und mich dabei schlapp gelacht:

Die restlichen Eier wurden dann einfach eher als gedacht ihrem mittelbaren Daseinszweck zugeführt – Eiersalat, Avocado und Ei, Chefsalat, Ei auf Brot/Brötchen…. die Varianten sind bekanntlich vielfältig. Dann halt Schritt 3 ohne Schritt 2.

Bunte Eier gibt es natürlich trotzdem!

Ich wünsche euch allen lustige Osterf-EIER-Tage mit vielen kunterbunten Überraschungen, geselligen Stunden, ob am wärmenden Osterfeuer oder mit Likörchen im Bauch – habt einfach eine schöne Zeit!

 

Improve your life

Monotoner Alltag? Leben in der Warte- oder gar in der Dauerschleife? Wie oft haben wir das Gefühl, dass uns die gleichen Dinge immer und immer wieder einholen?! Wir ärgern uns über die selben Menschen, über die selben Probleme, sind genervt vom unablässig quietschendem Hamsterrad und übersehen dabei ganz, dass wir es sind, die bestimmen,  wie wir mit uns und mit unserem Umfeld umgehen.

Vielleicht haben wir nicht auf alles Einfluss im Leben, aber wichtige Parameter können und sollten wir selbst bestimmen. Aus diesem Grund habe ich mir 25 Anregungen notiert, von deren Umsetzung ich mir einen positiven Effekt verspreche. Ich kenne meine Schwächen und Bedürfnisse am besten und ich möchte Beiden künftig mehr Gehör schenken, denn auch sie gehören zu mir und können – richtig eingesetzt – ein wirkungsvoller Katalysator sein… oder zumindest ein wenig Öl für das quietschende Hamsterrad, um etwas geschmeidiger durch’s Leben zu gleiten.

  1. Entscheide selbst.
  2. Sei selbstbewusst(er).
  3. Raus aus der Komfortzone.
  4. Gehe auf andere Menschen zu.
  5. Nimm nichts persönlich.
  6. Glaube an Wunder. Jeden Tag.
  7. Richtig ist, was dich glücklich macht.
  8. Nimm dir Zeit nur für dich.
  9. Nutze Ängste und Sorgen als Antrieb.
  10. Lass die Vergangenheit los.
  11. Leb‘ bewusster.
  12. Werde aktiver.
  13. Setze dir Ziele.
  14. Achte auf deine Gesundheit.
  15. Verbringe so viel Zeit wie möglich unter Menschen.
  16. Reise.
  17. Bleib‘ dir treu.
  18. Akzeptiere oder ändere es.
  19. Es ist unwichtig, was andere über dich denken.
  20. Bleib‘ neugierig und aufgeschlossen.
  21. Unterschätze die Kraft des Karmas nicht.
  22. Nutze deine Zeit sinnvoll.
  23. Vertraue auf dein Bauchgefühl.
  24. Nichts passiert ohne Grund.
  25. Hab‘ Geduld.

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Wunder

Fasziniert vom gestrigen Naturschauspiel zückte ich mein Handy und versuchte das Licht, die Wolken, die Stimmung dieses Moments einzufangen. Unglaublich, welche Wunder die Natur jeden Tag vollbringt. Wenn ich mir vorstelle, dass meine beste Freundin in zwei Wochen zwei süßen Wundern das Leben und jede Menge Liebe schenken wird, dann ist das nur ein kleiner Ausschnitt der Wunder, die jeden Tag, jeden Moment, jede Sekunde geschehen.

Lasst euch von den zahlreichen kleinen und großen Wundern da draußen überraschen und anstecken. Mit ein wenig Geduld und Zuversicht werden sie sich zeigen, verpackt in kleinen und vielleicht sogar größeren Glücksmomenten.