Balance

Es geht im Leben nicht darum die Allerbeste zu sein, immer und überall Höchstleistungen zu erbringen, sich mit anderen zu messen und zu vergleichen. Es würde uns nur unglücklich machen. Das Einzige, was wirklich zählt, ist, sich jeden Tag darum zu bemühen, die beste Version von uns selbst zu leben. Dazu gehört, dass wir gut zu uns sind, dass wir gut mit unserem Körper umgehen, mit unseren Kraftreserven und unseren Fähigkeiten, dass wir eine Balance finden, in der wir leben können und wollen.

Wenn wir ein gesundes geistiges und körperliches Fundament legen, können wir unser Leben darauf aufbauen. Wir gewinnen an Stabilität und Ausgeglichenheit und erschaffen uns damit einen sicheren Hafen. Von da aus können wir unseren Träumen, inspirierenden Menschen und Begegnungen, Abenteuern und Erfahrungen entgegensegeln und zurückkehren, wann immer wir Ruhe und Geborgenheit oder manchmal auch ein Stück uns selbst suchen. Alles, was wir brauchen, findet sich dort – in uns. Deshalb ist es auch so wichtig, dass es sich gut anfühlt, wenn wir dorthin zurückkehren, damit wir nicht nur ganz bei uns sein können, sondern auch sein wollen.

Dabei geht es gar nicht so sehr darum, ob dieses Zuhause Idealmaße hat, sondern ob es sich friedlich und gesund anfühlt. In meinem Körper wüten momentan Kräfte, die sich nur bedingt kontrollieren lassen. Sie haben ihren eigenen Kopf, aber das dürfte mich gar nicht wundern. Statt ihr launenhaftes Gewusel zu verfluchen, habe ich mich dazu entschlossen, sie gewähren zu lassen, ihre Reaktionen liebevoll anzunehmen und darauf zu vertrauen, dass sich alles irgendwann legen wird. Ich lasse mich einfach nicht beirren und laufe weiter, suche in Yoga und Pilates Tiefenentspannung und vertraue auf meine Fähigkeit zu erkennen, was mir gut tut. Frische Luft, Bewegung, ausgewogene Ernährung mit gelegentlichem Sündigen sind dabei die Eckpfeiler auf die ich baue.

Advertisements

Was treibt dich an?

Tag für Tag erhalten wir 24 Stunden, in denen wir uns frei entfalten können.

  • Wir können die Zeit nach Belieben nutzen oder verstreichen lassen.
  • Wir führen Regie.
  • Wir ganz allein.

Uns stehen alle Möglichkeiten offen. Pünktlich zur jeweiligen Mitternacht erhalten alle Menschen auf der Welt dieses kostbare Geschenk – Zeit. Jeden Tag wartet eine neue Chance. Lassen wir sie jedoch ungenutzt verstreichen, ist sie unwiederbringlich. Da auch diese Resource endlich ist, tragen wir die Verantwortung darüber, wie wir die erhaltenen 1440 Minuten gestalten. Wenn wir anschließend alle Resultate der zeitlich Beschenkten vergleichen, erhalten wir ein kunterbuntes Potpourri, das zeigt, was alles möglich ist.

Unter ihnen gibt es jemanden, der seine Sorgen pausenlos im Alkohol ertränkte. Unter ihnen lebt jemand, der die große Liebe seines Lebens heiratete. Unter ihnen ist jemand, der lebensgefährliche Verletzungen nach einem Autounfall davontrug. Unter ihnen ist jemand, der in einem Bruchteil der 86400 Sekunden einen neuen Weltrekord aufstellte. Unter ihnen wohnt jemand, der seine Krankheit endlich überwunden hat. Unter ihnen lebt jemand, der im Glücksspiel gewann.

Genau so facettenreich wie die Resultate von 24 Stunden sind unsere Möglichkeiten, mit den darin gebotenen Chancen und Herausforderungen umzugehen. Unser Leben ist die Summe unserer Entscheidungen. Wir entscheiden. Aber wonach?

Option 1: Sich Fügen

Bloß nicht auffallen. Auf Nummer sicher gehen. Sich fügen. Bloß nicht anecken. Brav an den Erwartungen anderer orientieren. Leben, wie es sich ziemt.

Option 2: Status quo halten

Genügsam am Erworbenen festhalten. Risiken meiden. Neuanfänge umgehen. Sparstrumpf füllen. Bausparvertrag abschließen. Komfortzone genießen.

Option 3: Selbstverwirklichung

Perspektive von den Erwartungen der Anderen auf die eigenen lenken. Lebenskonzept hinterfragen. Über den Tellerrand blicken. Sich zuversichtlich ins Leben stürzen. Neues wagen. Wachsen.

Option 4: Tun

Es ist nicht wichtig, für welche Option ihr euch entscheidet, solange es die Option ist, die euren Wünschen und Vorstellungen entspricht. Doch bevor ihr euch unglücklich in euer Schicksal fügt, vergesst nicht, dass es immer eine Option gibt, sein Leben zu verändern. Das Einzige, was ihr dafür tun müsst, ist, euch über eure Ziele bewusst zu werden. Nur so können wir unser Leben und unsere Zeit mit Sinn füllen. Nur so können wir unser Handeln danach ausrichten. Nur so können wir überprüfen, ob uns unser Tun näher zu der Verwirklichung unserer Träume bringt. Sie dienen uns als Orientierungshilfe, Katalysatoren und Wegbereiter im Dickicht der grenzenlosen Möglichkeiten. Letztlich sind sie es, die entscheiden, ob wir die geschenkten 24 Stunden sinnvoll für uns genutzt haben.

IMG_20180402_144928550.jpg

(Dieser Beitrag entstand nach dem Aufruf von Laura für eine Blogparade zu dem Thema „Rufe deine Vision ins Leben“ auf: https://wordpress.com/read/feeds/57994887/posts/1814008627 – externer Inhalt, zuletzt aufgerufen am 02.04.2017 um 13.37Uhr.)

Happy Days

Heute Morgen ertappte ich mich bei dem Gedanken, dass ich gar nicht mehr aufhören möchte, Geburtstag zu haben. Zu schön waren die letzten Stunden. Aber was hält uns eigentlich davon ab? Warum genießen wir nicht jeden Tag so als wäre es unser Ehrentag? Warum verbringen wir nicht jeden Tag mit unseren Herzensmenschen? Warum schenken wir einander nicht jeden Tag ein Lächeln, Zeit, Aufmerksamkeit, liebevolle Umarmungen und genießen den Moment? Hinter mir liegen 24 großartige Stunden und ich möchte keine einzige davon missen. Haltet mich für größenwahnsinnig, aber 24 Stunden (von 365 Tagen) sind einfach nicht genug.

Dabei verlief der Start in den Geburtstag alles andere als geplant. Aus ersonnenen zweisamen Stunden wurde schlagartig eine mitternächtliche Mini-Eis-Party just for me. Ich war mein einziger Gast. Handy und Festnetz waren aus. Es gab nur mich und diesen einen besonderen Moment im Jahr, wenn der Zeiger auf den eigenen Ehrentag wechselt. Ich genoss den Anbruch des Tages, nahm mir Zeit nur für mich. Es war perfekt. Es war authentisch. Es fühlte sich vielleicht sogar ehrlicher an als er zu zweit aktuell hätte sein können. Da war nur ich und das Gefühl, mir selbst genug zu sein, vollständig zu sein, bei mir zu sein – ein Moment der Ausgeglichenheit, der Freude und der Stärke.

Umso bewegter waren die Stunden, die folgten. Immer wieder kamen Gratulanten in mein Büro, lösten einander ab, kehrten auf einen oder zwei Muffins wieder. Dazwischen warteten Anrufe und Nachrichten mit weiteren Glückwünschen und lieben Worten, die mich zum Teil sehr rührten. Geschenke und Überraschungen erfreuten mein Herzen. Sie machten mich glücklich. Auf ihren Wert kam es dabei gar nicht an, sondern auf die dahinter verborgene Geste. Sie zeigten mir, wie gut mich jeder von ihnen kennt. Hinter vielen von ihnen verbarg sich der Wunsch, gemeinsam Zeit zu verbringen, das wohl Schönste und Wertvollste, was man einander schenken kann. Sind es nicht die gemeinsamen Erinnerungen, die vieles Materielle überdauern? Ich freute mich einfach unsäglich über die vielen lieben Botschaften, die mich an diesem Tag aus Nah und Fern erreicht haben, von Herzensmenschen, die mir – ungeachtet geografischer Entfernungen – nahe sind. Dafür bin ich unglaublich dankbar.

Auch nach Feierabend setzte sich dieses schöne Gefühl fort. Ich nahm es mit in ein Saxophonkonzert. Dort konnte ich etwas verschnaufen und mich musikalisch und gedanklich an andere Orte tragen lassen, bevor ich wieder in das Hier und Jetzt zurückkehrte und noch einmal ordentlich Schwung holte für den krönenden Tagesabschluss. Wir ließen die Korken knallen, den Bauch befüllen und das Zwerchfell beben, bevor wir mit strahlenden Gesichtern den Heimweg antraten. Kurz vor Mitternacht war ich zu Hause, las weitere liebe Nachrichten und packte noch mehr Geschenke aus. Glücklich und noch immer mit einem Lachen in Gesicht ließ ich mich in die Kissen sinken. Vielleicht versteht ihr jetzt, warum ich einfach nicht möchte, dass es mit dem Geburtstag haben schon aufhört, denn es fühlt sich einfach so gut an.

Glücklicherweise können wir ganz allein entscheiden, ob wir einen Ehrentag (für uns und/oder andere) zelebrieren. Aus genau dem Grund werde ich gleich heute Nachmittag einen Ausflug mit meinem besten Freund unternehmen. Für den Abend warten bereits Theaterkarten, die abgeholt werden wollen. Und auch wenn ich noch nicht genau weiß, was da heute genau auf mich zukommt, weiß ich schon jetzt, dass es gewiss ein denkwürdiger Abend wird.

März

Und wieder lächelt uns ein neues Kalenderblatt entgegen. Die Sonne strahlt nicht minder. Die frostigen Temperaturen der letzten Tage sind auf dem Rückzug. Endlich steht der Frühling vor der Tür, wenn auch zunächst nur kalendarisch. Damit bricht – für mich – die schönste Zeit des Jahres an. Die ersten kunterbunten Frühblüher luken bereits neugierig hervor und bahnen sich mutig ihren Weg durch den Schnee – botanische Hoffnungsträger und Vorboten für den Neuanfang, Wachstum und Leben. Ist es da nicht irgendwie passend, dass dieser ganz besondere Monat durch den „Tag der Komplimente“ eröffnet wird?! Denn nicht nur die Aussicht auf den Frühling kann uns und anderen ein Lächeln in’s Gesicht zaubern, sondern auch ein liebes Wort, ein aufrichtiges Kompliment, oder eine nette Geste. Und das Schönste daran ist, all das wird nicht weniger, wenn wir es mit anderen teilen. Ganz im Gegenteil, es hebt die Stimmung, verschönert den Tag und vielleicht strahlt es sogar zu uns zurück. Das wird es vor allem dann, wenn wir uns dabei selbst nicht vergessen, denn wann loben wir uns schon mal für das Geleistete, für unsere guten Charaktereigenschaften, für unsere Eigenheiten, die uns zu dem liebenswerten Menschen machen, der wir sind? Hadern wir nicht oft genug mit uns?! Für mich ist der Tag ein schöner Anstoß für einen liebevollen Umgang mit anderen und uns selbst.

Befristetes (Un-)Glück

Wir leben in einer Zeit der Befristung, in der nichts auf Dauer angelegt zu sein scheint. Was auf beruflicher Ebene mit der „Generation Praktikum“ beginnt, setzt sich auf privater Ebene fort. Mehr oder weniger verlockende Alternativen warten mit nur einem Wisch. Wird tatsächlich alles beliebiger oder dreht sich die Welt einfach nur schneller? Ich fürchte, ich komme nicht mehr ganz mit. Mir wird ganz schwindelig.

Dabei hätte ich doch einfach gern etwas mehr Beständigkeit und Sicherheit. Gibt es so etwas überhaupt (noch)? Sind das realisierbare Wünsche und wenn ja, wo, womit, mit wem und wodurch? Oder sind es vielleicht nur schöne Ideale, denen wir auf dem Rad des Schicksals hintersausen, um uns letztlich doch nur im Kreis zu drehen?

Ich weiß es nicht und ich habe in den letzten beiden Monaten sehr mit den Antworten auf diese Fragen gehadert, denn wisst ihr was, ich kann Übergangssituationen und Ungewissheit nicht ausstehen. So.

  • meine berufliche Situation: in einer Übergangssituation.
  • mein Privatleben: in einer Übergangssituation.
  • meine Gesundheit: in einer Übergangssituation.
  • meine sportlichen Aktivitäten: in einer Übergangssituation.
  • meine Ernährung: in einer Übergangssituation.
  • mein Alter: in einer Übergangssituation.

Ich könnte diese Liste weiter fortsetzen und komme stets zu dem gleichen Schluss: mein Leben befindet sich an allen Ecken und Kanten in einer Übergangssituation. Ungewissheit ist ihr immanent… Da waren sie wieder, meine ungeliebten Weggefährten und sie riefen dadurch weitere ungemütliche „U´s“ hervor – Unbehagen, gefolgt von der Ungeduld, diesen Zustand schnellst möglich beenden zu wollen. In dieser Untröstlichkeit rollte ich mich ein, machte es mir (un)gemütlich und hoffte, dass sich der Unsinn bald legen würde. Aber auch das erwies sich als utopisch.

Glücklicherweise klärten sich auf meinem morgendlichen Spaziergang zur Arbeit bei Minus 10Grad nicht nur der Himmel, sondern auch meine Gedanken. Denn was haben all diese gedanklichen Ungetüme beim näheren Hinsehen gemeinsam – die Übergangssituationen, die Ungewissheit und die Ungeduld? Es sind Sorgen vor künftigen Entwicklungen und damit zugleich Sorgen vor Dingen, die noch gar nicht existieren und möglicherweise noch nicht mal existieren werden. Ich habe also die Wahl, mich von ihnen beeindrucken und gar einschüchtern zu lassen, oder aber auf ihren positiven Ausgang zu vertrauen; darauf, dass die vielen Puzzlestücke und die abschnittsweise Lebensplanung mir letztlich einen Weg in eine schöne, bereichernde Zukunft ebnen können. Denn der Weg, den wir gehen, besteht letztlich aus nichts Anderem als vielen kleineren oder auch längeren Streckenabschnitten. Nur weil wir den Ausgang oder das Ziel nicht von jedem Abschnitt aus sehen können, heißt es nicht, dass wir uns ihm nicht nähern.

Ja, bei mir gibt es momentan die einen oder anderen unbekannten Größen, aber ich habe mich dazu entschieden, sie lediglich als Vorboten dafür zu sehen, dass das Leben im Fluss ist, dass sich etwas verändert, dass es weitergeht, dass ihnen Chancen innewohnen und wer weiß, vielleicht sogar ungeahnte Möglichkeiten?! Alle Hürden, die ich momentan fürchte, sind lediglich Barrieren in meinem eigenen Kopf.

Jahresabsch(l)uss

Die letzten Stunden des alten Jahres sind angebrochen. 12 kompakte Monate neigen sich dem Ende entgegen und lassen uns auf eine ereignisreiche Zeit zurück und auf eine hoffnungsvolle Zeit nach vorn blicken. Kostbare 365 „neue“ Tage warten auf uns.

Bei ihrer Gestaltung wünsche ich euch viel Freude, Energie und Tatendrang, Mut zum Losgehen, die Kunst man selbst bleiben zu können, während das Universum in den nächsten  Gang schaltet. Mögen euch auf diesem Weg durch 2018 unzählige Glücksmomente und treue Weggefährten begleiten.

Ich freue mich schon jetzt, mit euch gemeinsam ein Stück des Weges gehen zu dürfen.

Alles Liebe für euch und eure Herzensmenschen!

Bis bald!