Osterspaziergang

Osterspaziergang

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
durch des Frühlings holden, belebenden Blick.
Im Tale grünen HoffnungsGLÜCK. (…)

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Pura vida

Die Zugstunde durch NRW nutzen meine Gedanken für eine Reise in die entgegengesetzte Richtung und machten sich auf nach Costa Rica – das glücklichste Land der Welt. Gespannt verfolge ich noch immer die Berichte von Meike van den Boom auf ihrer Glücksreise rund um den Globus noch nicht ahnend, wie sehr ihre dortigen Erlebnisse meine beiden folgenden Tage prägen sollten. Der Ausruf über das Erreichen der Endstation beendete meine Lektüre über die Ticos mit ihrer beeindruckenden Genügsamkeit und unglaublichen Lebensfreude oder wie sonst könnte man das darin niedergeschriebene Zitat: „Wir sind ein armes Land, aber das hält uns nicht davon ab, ein reiches Leben zu haben.“ interpretieren? Wichtig und lebens(er)füllend sind für sie vor allem die Gemeinschaft, Freunde, Familie und Bekannte, die Möglichkeit auch mit ihren wenigen Mitteln Gutes zu bewirken und achtsam mit ihren Naturschätzen umzugehen. Sie haben so wenig und gleichzeitig so viel. Streben wir nach den falschen Dingen? Schüren wir unsere eigene Unzufriedenheit, weil wir uns und unser Leben an den falschen Dingen messen?

Während diese Gedanken noch in meinem Kopf nachhallten, griff ich kurzerhand zum Handy. Perfekt. Mein bester Freund war ebenfalls in der Stadt unterwegs und keine halbe Stunde später fanden wir uns in einem Café mit Blick auf das triste Wetter wieder. Wir erzählten, wir lachten, wir grübelten und streiften die Sorgen des Alltags ab. Ein spontanes Treffen unter Freunden, der erste Glücksmoment des Tages, während ich bereits auf die nächsten beiden personifizierten Glücksmomente wartete, die am Morgen (trotz stark angeschlagenem Gesundheitszustand) ihre Reise in meiner fast 400km-entfernten Heimat antraten nur um mich endlich wieder in die Arme schließen zu können.

Inzwischen hatten auch sie ihr Ziel erreicht. Wir sahen einander, wir erfreuten uns an einander, auch wenn wir nicht mehr die Stadt erstürmen konnten und in gemeinsame Abenteuer aufbrechen, weil sich ihr Lebenstempo inzwischen stark verlangsamt hatte. Umso mehr schätzte und dankte ich ihnen, dass sie diese strapaziöse Reise unternahmen und ich sie nun behutsam, sanft, aber voller Liebe und Herzlichkeit in die Arme schließen konnte – meine Großeltern. Sie gehören nicht nur zu den wichtigsten Menschen in meinem Leben, sondern auch zu dem Wertvollsten, was ich besitze. Gelebte und gespürte Lebensfreude á la Costa Rica. Ein kurzer Spaziergang, denn weit kamen wir nicht mehr, aber das war auch gar nicht wichtig, denn wir hatten uns und unser Wiedersehen. Mehr brauchten wir in diesem Moment gar nicht. Bald verabschiedeten wir uns in der Vorfreude auf den nächsten gemeinsamen Tag und ich trat vorerst die Rückreise von meiner kleinen Insel des Glücks – mein soeben wiedergetroffenem „Costa Rica“ – an.

Allerdings schien auch der Bus im Costa-ricanischem pura vida-Modus zu sein, denn den Zug drohte ich zu verpassen während ich kreuz und quer durch die Innenstadt rollte. Ich nutzte also die Fahrt, um mich wieder der Außenwelt zu öffnen, die ich während dieser wertvollen Wiedersehenszeit bewusst ausgeschaltet hatte, und beantwortete die ersten Osterwünsche. Statt am Bahnhof dem Zug hinterher zu hetzen, marschierte ich schließlich einfach hindurch und stieg bei einer Freundin ins Auto – eine weitere spontane Verabredung – die sich während der Busfahrt ergab und fuhr zu ihr nach Hause, wo mich als erstes ein köstlicher Duft und danach ihr freudestrahlender Mann empfing, der bereits inmitten der Kochvorbereitungen für unser gemeinsames Abendmahl steckte. Gemütlich saßen wir beisammen, erzählten, lachten, aßen gemeinsam als Beide darauf bestanden, ich solle doch unbedingt heute Abend bei ihnen bleiben. Es war so eine entspannte Atmosphäre voller Herzlichkeit und Wiedersehensfreude, ich konnte gar nicht nein sagen, wollte ich diesen gemütlichen Abend unter Freunden doch gar nicht abrupt beenden. Also blieb ich und wir erzählten bis in die Nacht, bevor ich in mein Gästebett schlüpfte und wir den Tag gemeinsam mit frischen Brötchen und einem Milchkaffee begannen, der vorsichtig meinen müden Geist weckte.

Hinter mir lag ein Tag mit Menschen, die mir am Herzen liegen, ein Tag voller Lebensfreude, ein Tag Costa Rica mitten in NRW, ein Tag mit allem was wirklich wichtig ist – ein Tag mit Freunden und Familie! Versteckte Glücksmomente nicht gesucht, aber gefunden. Könnte es ein schöneres Osterfest geben?!

Auch wenn ich auf eine Übernachtung gar nicht eingestellt war, ich nichts weiter bei mir hatte, außer das, was sich so üblicherweise in überlebensgroßen Frauenhandtaschen befindet, vermisste ich nichts. Auch der nächste Tag begann dementsprechend ungeschminkt und ohne überflüssige Gedanken in welche Klamotten ich schlüpfen sollte. Es war nicht wichtig. Das einzige, was zählte waren die Menschen, mit denen ich die Zeit verbrachte und so machte ich mich im Glücksmomentetaumel wieder auf, mit der Sonne am blauen Himmel um die Wette strahlend, um am Vorabend anzuknüpfen und den angebrochenen Tag mit meinen Großeltern fortzusetzen – (m)ein Ostern, das ich definitiv nicht vergessen werde!

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Euch wünsche ich ebenfalls ein unvergessliches Osterfest mit vielen schönen, kunterbunten Überraschungen!

20.03. – Tag des Glücks

20. März 2016 oder auch „The International Day Of Happiness“. Wann sollte er auch sonst liegen, der Tag des Glücklichseins, wenn nicht am Frühlingsanfang?! Keine Zeit birgt so viel Hoffnung, blumige Zeichen des Neuanfangs und des Erwachens, aufkeimende Freude über die ersten kitzelnden Sonnenstrahlen, die Frühlingsgefühle und Gemüter in Wallung bringen können, einsetzendes Vogelgezwitscher, länger werdende Tage, die uns statt der schrillen Weckertöne am Morgen sanft begrüßen… Ich finde den Tag des Glücks vortrefflich platziert. Erfreuen wir uns an ihm!

Dank des sanften Schienbeintritts meines Körpers, der mich durch eine kleine aber feine Erkältung vom Durcharbeiten abhält, habe ich beschlossen, mich nicht darüber zu ärgern, denn irgendwie hat er ja Recht und irgendwie sollte ich ihm sogar dankbar sein, wenn er heimlich an der Handbremse zieht. Ich habe also beschlossen, mich am Tag des Glücks in meine Höhle (bis zur Nasenspitze unter die Decke) zu verkriechen, (auch wenn mit dem einsetzendem Frühling die Hummeln in meinem Hintern aktiver werden zu scheinen), und mich umgeben von allen Erkältungsmittelchen von hier aus auf Reisen zu begeben. Win-win für beide: Ruhe für den Körper und Rastlosigkeit für den Kopf. Schlimm genug, dass ich es erst jetzt schaffe, das Buch zur Hand zu nehmen, auf dessen Lektüre ich mich seit meinem Geburtstag freue! Denn welche Kombination könnte reizvoller und zugleich passender sein als das Reiseglück. Maike van den Boom – welch‘ treffender „niederdeutscher“ Spagat – bereist ausgehend von der „World Database of Happiness“ die 13 glücklichsten Länder der Welt. Überraschenderweise findet sich Buthan (mit dem wohl größten Bruttosozialglück) nicht auf ihrer Reiseroute. Diese führt sie stattdessen von Dänemark nach Island in die Schweiz, über Finnland weiter nach Mexiko, Norwegen, Kanada, Panama, Schweden, Australien und Kolumbien bis nach Luxemburg. Bereits diese Auswahl überraschte mich und lässt mich die Lektüre mit Hochspannung erwarten, da ich bislang nur 2 Länder hiervon persönlich bereist habe.

Ganz gleich, wohin es euch heute verschlägt – ich wünsche euch allen einen grandiosen Tag des Glücks! Oder wie die Isländer zum Abschied sagen: „Vertu sæl/l“ = Geh‘ glücklich!

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Von der Schokolade zur Avocado

Gestern fand meine geplante Reihe der sozial-kulinarischen Highlights ihren vorläufigen Abschluss. Noch vor dem abendlichen Aufbruch zum Frauenabend, kam ich in den Genuss einer schokoladigen Versuchung, die mir meine liebste Freulegin als Souvenir von ihrer Dienstreise mitgebracht hatte, die neben diesem süßen Glücksmoment folgende treffende Beschreibung enthielt.

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Am Abend folgten weitere Leckereien und ein gemütliches Beisammensein, das die Zeit nur so vorbeifliegen ließ. Ich freue mich schon jetzt auf weitere solcher Abende, nur werde ich meine Ernährung – wie bereits angekündigt – mal wieder etwas stärker anpassen, um meinem Körper statt schneller und einseitiger Nahrungsaufnahme endlich auch mal wieder etwas mehr Glücksmomente zu schenken. Schließlich bildet unsere Ernährungsweise eine wichtige Grundlage für unser allgemeines Wohlbefinden und ist daher auch einen wesentlichen Bestandteil für unser persönliches Glück.

Aus diesem Grund begann ich meinen Tag heute mit einer „Beere“, die ich noch nie zuvor probiert hatte (und die ich auch nie als Beere eingeordnet hätte) – mit einer Avocado. Nach den Chia-Samen ist dies mein zweiter Versuch, meine konsumierte Produktpalette um eine neue „Trendzutat“ zu erweitern. Die gepriesenen wertvollen Inhaltsstoffe bildeten den Anreiz und die Neugierde auf etwas Neues, möglicherweise wirklich Leckeres den Motor für diesen Selbstversuch, nachdem mich der häufig anzutreffende Name ansonsten eher abgeschreckt hat. Nein, nicht die Bezeichnung „Avocado“, da mir bis heute früh gar nicht bekannt war, dass sich diese Bezeichnung eigentlich von „Hoden“ ableiten lässt (und in der Tat auch ein sprachlicher Zusammenhang zu Advokaten zu bestehen scheint), sondern der Name „Hass“, der eine Beere kaum unsympathischer erscheinen lassen könnte. Umso beruhigender fand ich die hierzu gefundene Erklärung, dass diese Sorte der Avocado ihre Klassifizierung einem Nachnamen verdankt (schlimm genug), und zwar dem in Kalifornien ansässigem Postboten namens Rudolph Hass, der in den 1930er Jahren in seinem Garten einen ganz besondersen Avocadobaum entdeckte. Diesem einzigem Baum, der sich durch die Mutation von den übrigen Bäumen seiner Art unterschied, sollte aufgrund seiner Einzigartigkeit eine große Bedeutung zukommen, denn 90% aller Avocados sollen von diesem einen Baum abstimmen – eine schöne Geschichte wie ich finde und ein schönes Beispiel, was aus Einzigartigkeit erwachsen kann, wenn man sie nur zu schätzen weiß.

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Die Avocado gab es übrigens beträufelt mit Limettensaft, leicht gesalzen und zusammen mit einem weichgekochten warmen Ei – wirklich lecker und sehr sättigend.

#Montag-Morgen-Motivation

Probleme sind die Gewichte des Lebens.

Ein Leben ohne Probleme gibt es nicht. Auch wenn wir sicherlich alle solche Tage kennen, an denen wir uns fragen, warum ausgerechnet ich, muss ich euch leider enttäuschen. Jeder hat Probleme, egal ob jung oder alt, dick oder dünn, auch wenn es sicherlich Probleme unterschiedlichen Ausmaßes sein können. Aber wie wäre es denn zur Abwechslung mal damit, die Probleme als Chancen anzusehen, als Herausforderungen, um zeigen zu können, wer wir sind und was wir alles bewältigen können, als Gelegenheiten, die uns aus der Komfortzone herausholen, um an diesen Situationen zu wachsen?! Probleme als Gewichte des Lebens – mit denen wir trainieren können, die uns formen und vorbereiten für weitere Herausforderungen, die uns stärken, wenn wir sie erfolgreich bewältigen, aber auch bereits dann, wenn wir beständig an uns arbeiten, ganz gleich ob wir sie letztlich bezwingen, solange wir es nur beständig versuchen und auf diese Weise daran wachsen. Vielleicht nutzt ihr den heutigen Wochenstart, um euch genau das in Erinnerung zu rufen und auf diese Weise etwas nachsichtiger mit euch, eurem Leben und den kleinen grimmigen Problemchen zu sein, die sich darin vielleicht tummeln mögen und dann fangt an große Probleme in kleine zu verwandeln und kleine in keine und schon befindet ihr euch im nächsten Level des Lebens. Auf zum Highscore!

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Nomen est omen

Wenn der Stadtname Programm wird…
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Mal eben rüber auf die „Rü“, um in Essen zu essen – Freunde, Sonne, Sonntag. Was braucht man mehr für eine großen Nachschub Glücksmomente?! Gibt es in eurem Leben auch diese Personen, die euch über Jahrzehnte begleiten, ohne mit euch verwandt zu sein, die man aufgrund der räumlichen Distanz vielleicht nur noch selten sieht, für die ihr euch aber immer Zeit nehmen würdet?! Seht ihr und aus genau jenem Grund war ich heute in Essen, weil ich solche Momente einfach unglaublich wertvoll finde. Erst recht, wenn es diese Menschen inzwischen sogar in klein gibt. Das ist der Lauf der Zeit. Umso schöner, dass ich noch immer Teil davon sein darf.

Habt noch einen großartigen Restsonntag!

 

 

Versprechen einlösen

Ich bin ein sehr prinzipieller Mensch, zielstrebig und konsequent, gelegentlich vielleicht sogar resolut, jedenfalls stets sehr pflichtbewusst, was meine Arbeit anbelangt und das auch während meiner Freizeit. Lieber 200% geben als sich ggf. vorwerfen zu müssen nicht genug getan zu haben. Wenn ich nur das gleiche Engagement auch mal mir selbst gegenüber an den Tag legen würde… Auch heute morgen befand ich mich schon wieder mit einem Bein auf dem Weg zur Arbeit, bevor ich es mir anders überlegte. Es war Zeit, mir mein Wochenende zurück zu holen!!! Ich meine hey, es ist nicht einmal eine Vollzeitstelle, für die ich mich an bis zu 7 Tagen in der Woche abrackere, aber darum geht es noch nicht einmal. Ich erinnerte mich an mein Versprechen, das ich mir anlässlich meines (7ten) 26. Geburtstages gab und dessen Einlösung noch bevorsteht: Ich möchte endlich mal wieder etwas netter zu mir selbst sein.

Als Erstes begann ich also damit die Tönung, die in meinem Badezimmerschrank vor sich hindümpelte, nicht länger für den Fall aufzubewahren, dass ich mal irgendwann Zeit dafür habe, sondern ich beförderte sie direkt auf meinen Kopf. Gut, der Unterschied ist nicht so groß. Ich hatte offenbar schon davor Schokolade auf dem Kopf, aber allein das Gefühl, etwas Gutes für sich getan zu haben, hat sich definitiv gelohnt und wenn der Frühling schon nicht in die Puschen kommt, muss ich eben für etwas Farbe sorgen. Anschließend ging es dann statt zum Büro in Richtung Post. Die Meisten würden sich wohl eher bis zum „Geht-nicht-mehr“ davor drücken ein Einschreiben mit Rückschein von einer Rechtsanwältin abzuholen, aber ich näherte mich mit Vorfreude. Glücklicherweise handelte es sich in meinem Fall nämlich um eine liebe Freundin, die mich bereits vorgewarnt hatte. (Ich danke dir, mein Herz!!!!!!! 😉 )

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<3lichen Dank! 🙂

Jetzt kann ich nur hoffen, dass mich die wunderbaren Schmuckstücke lange begleiten werden, denn leider habe ich – gerade bei Geschenken – ein furchtbares Talent dafür, sie zu verlieren. Gestern war es schon wieder (fast) so weit. Von einem beruflichen Termin wegeilend hatte ich meinen Mantel (mit Tuch im Ärmel) nur fix geschnappt, um mich via Dienstdandy bereits um die nächste Angelegenheit zu kümmern. Ich freute mich sogar noch über die gefundenen 5Ct während ich zeitgleich zum Bus eilte. Was ich allerdings nicht bemerkte war, dass mein Tuch offenbar unbemerkt aus dem Mantel gerutscht ist. Das fiel mir erst eine Viertelstunde später auf als ich den Bahnhof schon fast erreicht hatte und mich winterfest machen wollte. Was tun?! Überlegt habe ich nicht lange und bin kurzerhand umgestiegen und mit dem Bus wieder zurückgefahren, bedeutet mir das Tuch doch besonders viel, gerade weil es ein Geschenk war. Zum Glück hatte es jemand gefunden und abgegeben, so dass sich der verpasste Zug gelohnt hat. Auf diese Weise hatte ich dann noch etwas Zeit bis zur Abfahrt, in der ich mit einigen Proben Matchapullver versorgt wurde, so dass selbst daraus noch etwas Positives resultierte. Möge mich der neue Schmuck dennoch nicht in Verlegenheit bringen und er bei mir bleiben (nicht wie das flatterhaft fliehende Tuch von gestern).

Mit den neuen Ohrringen im Ohr setzte ich meinen Weg heute also weiter fort und beschloss, mir bei der Gelegenheit meinen Kühlschrank und meinen Obstkorb endlich mal wieder üppig mit gesunden Dingen zu befüllen. In letzter Zeit habe ich mit den altbekannten Entschuldigungen, (dass es schnell gehen muss, es sich nicht lohne für sich allein zu kochen oder einfach zu k.o. zu sein, um sich etwas Gesundes zuzubereiten) häufig zu schnellen, wenig gesunden Alternativen gegriffen. Das muss sich ganz einfach wieder ändern, denn wie sagt man so schön, man ist, was man isst und da Kannibalismus aus guten Gründen verpönt ist, kann ich nicht mal eben einen durchtrainierten Mittzwanziger essen, sondern muss es eben auf die klassische Weise versuchen. Ein bisschen mehr Vielfalt, weniger Kohlenhydraten und ein bisschen mehr Obst und Gemüse können jedenfalls nicht schaden. Auch da wird Mut belohnt, denn ich habe heute zum allerersten Mal Chiasamen probiert und muss sagen, ich finde sie total lecker. Form, Farbe und Form erinnern zwar an Mohn, aber schmecken tun sie überraschend nussig und falls sie wirklich halten, was der Hype darum verspricht, immer rein damit, natürlich nur in Maßen, ich weiß… Aber keine Sorge, ich werde nicht gleich in andere Extreme verfallen. Geht auch gar nicht, denn zu sehr freue ich mich bereits auf das morgige Brunchen mit Freunden und die Pasta lastige Ladies Night mit meiner Freulegin am Folgetag. Aber der Grundstein ist immerhin schon mal gelegt!

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Glücksmoment: der Duft von frischen Erdbeeren!

Nachdem Schritt 1: einfach auch mal Pause machen und sich Zeit für schöne und auch für länger liegengebliebene Dinge zu nehmen (Haushalt folgt noch!) geglückt war und Schritt 2: die gesündere Ernährung zumindest schon mal vorbereitet war, wartet noch Schritt 3, denn alle guten Dinge sind bekanntlich 3. Ich habe mir überlegt, endlich eine weitere Idee in Angriff zu nehmen und hierzu möchte ich ganz gern die Idee von Lisa aufgreifen und mal wieder einen Ausflug in die Yogawelt starten. Ich bin und möchte gar keine große Esoterikern werden, aber mir und meiner Tiefenmuskulatur ist meine Power-Yoga-Zeit in bester Erinnerung geblieben, denn Yoga erwies sich gerade für mich, (die sich hauptsächlich sitzend am Schreibtisch herumtreibt) als wirklich hilfreich. Auch wenn ich bezweifle, dass ich jemals wieder zu meiner Gerätturnenelastizität zurückfinden werde, dankten es mir Haltung und Rücken. Außerdem fand ich die Idee hinter dem 30tägigen kostenlosen Yoga-Camp von Adriene wirklich gut: „Find what feels good“, was sich nicht nur auf sportliche Übungen beschränkt. Die Mails dazu habe ich bereits abonniert, was keinesfalls verpflichtend ist, und ich habe auch schon hineingelesen und in ihre Videos reingeschnuppert und muss sagen, dass es mich anspricht. In diesem Sinne: „Find what feels good!“

Ausgezeichnet

In letzter Zeit habe ich bereits viel über die positiven Effekte einer optimistischen Lebenseinstellung geschrieben. In diesem Zusammenhang ging es u.a. um die Bedeutung von SELBSTvertrauen und damit das Vertrauen auf und in die eigene Zukunft durch mehr Zuversicht genauso wie in die eigene Person und damit v.a. in unsere Selbstwirksamkeit. Geschrieben habe ich über diese beiden Punkte, weil ich glaube, dass sie eine wichtige Grundlage bilden – uns ein sicheres Fundament geben, auf dem wir unser Leben errichten können, das uns auch in stürmischen und wankelmütigen Zeiten Halt bietet und die Notwendigkeit sich selbst zu erden scheint mir in der aktuellen schnelllebigen und stressigen Zeit immer wichtiger zu werden. Jeder von uns hat ein solches mehr oder weniger unerschütterliches Fundament und ich versuche gerade vereinzelte Risse in meinem zu kitten, um in schwierigen Zeiten auf eine gesunde Basis zurückgreifen zu können. Auch wenn es dabei v.a. um unsere Sicht der Dinge geht und unsere Selbsteinschätzung, denn hey, ich bin von Natur aus schon nur 1,59m, ich kann mich nicht noch kleiner machen, kann uns Feedback von außen bei diesem Prozess helfen. Anlässlich meines Geburstages habe ich so viele liebe Glückwünsche erhalten von Leuten, von denen ich es gar nicht erwartet hätte und auch von vielen lieben Lebensbegleitern – von Freunden,der Familie und von Kollegen. Gerührt haben mich nicht nur ihre Geschenke, die mir zeigten wie gut sie mich kennen, sondern auch ihre lieben Worte, z.B. „Bleib einfach wie du bist. So herzlich und liebevoll. Du bist einfach ein Glücksfall für jeden der dich kennenlernen darf.“ oder „Du bist die liebste Freundin, die ich jemals hatte und von all den Dingen, die Du mir in den letzten fünfeinhalb Jahren gegeben hast, würde ich Dir so gerne zumindest etwas zurückgeben“ oder  „meine Schwester im Geiste“ mit ihrer „Happy Birthday Sister-Karte“ als Beilage zu ihren absolut perfekten Geschenken, weil wir uns mittlerweile sogar ohne Worte verstehen u.v.m. Für mich waren es Worte, die berühren, Worte, die unter die Haut gehen und Worte, die mich in einen wohlig weichen Schutzmantel einhüllen, den wir so dringend brauchen, wenn unser Gemüth mal wieder etwas wolkenverhangen dreinschaut.

Aber nicht nur die Gesten der reellen Welt können unser Herz höher schlagen lassen. Inzwischen sind viele auch in der virtuellen Welt zu Hause und wir Blogger mittendrin. Sie lässt die Welt ein wenig näher zusammenrücken und bringt uns Menschen näher, die wir sonst vielleicht nie kennengelernt hätten und nimmt uns gleichzeitig so gefangen, dass wir ab und an den Blick auf die Realität verpassen, wenn wir vor unseren Bildschirmen verharren, gebannt von der Faszination der virtuellen Möglichkeiten. Sie können uns nicht nur faszinieren, sondern auch mobilisieren, anspornen und bestärken. Das Netz hat seine eigenen Regeln und Mechanismen mit vergleichbaren Wirkungen, die sich mit wachsender Vernetzung multiplizieren. Mich hat z.B. Sarah angeschrieben, ob sie einen Beitrag (ausgehend von meinem Blog) veröffentlichen darf und mir ein paar Fragen stellen kann. Ich habe mich über ihr Interesse sehr gefreut. Fast zur selben Zeit erhielt ich wieder einen Liebster Award, um den es in den letzten Monaten wieder ruhiger geworden war, der sich nun aber wieder stärker zu verbreiten scheint. Auch wenn ich den Kettenbriefeffekt (aus den bekannten Gründen) ausbremse und nicht weiternominieren werde, habe ich mich doch über die Auszeichnung von Eva gefreut.

Es gibt so viele schöne Gesten und Ereignisse, an denen man sich erfreuen kann und so vielfältige Varianten, um dem Ausdruck zu verleihen und es zu teilen, positive Dinge, die uns im Alltag begegnen zu verstärken und die Menschen dahinter zu bestärken. Wie wichtig das ist und wie gut das tun kann, merken wir an uns selbst am besten. Also warum nicht noch mehr davon?! Lasst uns ansteckend sein! 🙂
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