Liebesbrief

Weihnachten, du wunderbar duftender, köstlich schmeckender Sündenfall, du Bewährungsprobe für unsere (Astral-)Körper. Versuchungen, wohin das Auge reicht, und nun? Genuss? Verzicht? Münze werfen? Tau ziehen? Wir müssen reden:

Lieber Körper,

wir sitzen im selben Boot und können nur mit, nicht jedoch ohne einander leben. Auch wenn wir beide nicht perfekt sind, müssen wir uns entscheiden – wollen wir den Fokus auf die Dinge lenken, die uns das Leben mit dem jeweils anderen schwer machen, oder aber wollen wir uns mit unseren beiderseitigen Macken aussöhnen, die uns zu dem machen, was wir sind, einzigartig und unvergleichlich. Wir werden doch den Rest unseres Lebens miteinander verbringen und das ist großes Glück, denn ohne einander könnten wir nicht sein. Darum lass uns schauen, dass wir einander annehmen und respektvoll miteinander umgehen, wir uns wechselseitig das geben, was wir brauchen, um uns zu stützen, um unsere Stärken stärker und unsere Schwächen schwächer zu machen.

Freunde?

Freunde auf Lebenszeit?

Ich hab dich lieb. Ja, auch mit deinen Dellen und Macken.

Na okay, ein Keks…

Advent, Advent

Hallo ihr Lieben,

nicht nur die 3. Kerze brennt, sondern auch der Kopf glüht und qualmt angesichts des anstehenden Jahresendspurts. Alle Jahre wieder (k)ein schöner Brauch – tagsüber an allen noch immer offenen Projekten feilend, abends durch Geschäfte eilend, dem Konsum frönend, nach Inspirationen suchend, um ja niemanden zu vergessen, der uns so liebe-, verständnis- und aufopferungsvoll durch’ s Jahr begleitet hat. Als ob Dank und Freundschaft in ein Geschenk passen könnten?! Kein Wunder, dass so mancher vor Stress und Verzweiflung zum Glühwein greift. Endlich drehen sich die Lichter, endlich wirkt die Weihnachtszeit.

Kann das wirklich alles sein? Wo bleibt das Weihnachtsgefühl, das nach Zimt und Plätzchen schmeckt, das nach Braten duftet und vorfreudig unter den Fingern kribbelt, das Kindheitserinnerungen wach werden lässt, das vorsichtig kitzelt wie kleine Schneeflocken, das sich nach Wärme und Geborgenheit, Liebe und Familie, Zusammenhalt und Zufriedenheit, Dankbarkeit und Hoffnung anfühlt, das uns ein wenig enger zusammenrutschen und verweilen lässt in dieser turbulenten Zeit?!

Alle warten auf den „Zauber der Weihnacht“, der Kinderaugen zum Funkeln bringt, doch bei den schrecklich Erwachsenen jedes Jahr ein wenig mehr zu erlöschen scheint. Er hängt an keinem Baum, findet sich in keinem Regal, liegt nicht eingewickelt bereit, sondern er findet sich in uns – in unseren Herzen.

In der Adventszeit geht es nicht (nur) darum Türchen für Türchen die Schokolade zu finden, sondern Stück für Stück auch ein wenig von und zurück zu uns.

In diesem Sinne wünsche ich euch einen schönen dritten Advent, viel Kraft und Durchhaltevermögen für alle Projekte, die euch am Herzen liegen, aber auch Zeit zum Innehalten und Krafttanken, ein gemütliches Beisammensein „vom Hauch der Weihnacht still umweht“.

The day after…

… und plötzlich war Weihnachten schon wieder vorbei – das Fest der Familie und der Völlerei. Oder wie fühlten sich die Feiertage für euch an? Liegt noch ein funkelnd-duftender Weihnachtszauber in der Luft, oder nimmt der Alltag schon wieder seinen Lauf? Kreisen eure Gedanken schon um eure ganz persönliche Jahresbilanz bzw. um das letzte Fest des Jahres? Ich vermute, selbst wenn die Bilanz ernüchternd ausfallen sollte, befindet ihr euch damit in sehr guter Gesellschaft. Aber gut, das Jahr ist nun einmal fast vorüber und hadern führt bekanntlich auch nicht näher an’s Ziel, wenn ihr die unerledigten Dinge nicht als Ansporn für euch nehmt, um euch eure noch unerfüllten Wünsche bewusst zu machen und ihr dafür eintretet.

Ich selbst hatte ein schönes Weihnachtsfest, saß meine Familie doch gesund und überwiegend munter (wenn wir kurze Nickerchen zwischendurch mal ausnehmen) unter einem wunderschönen Baum. Von meinen Lieblingsmenschen bekam ich liebevoll ausgewählte Geschenke, teils persönlich, teils via Post. Ich war sowohl von der Menge überwältigt – so artig kann man ja (fast) nicht gewesen sein! – vor allem aber von der liebevollen Auswahl, zeigte es mir doch ein weiteres Mal wie gut sie mich kennen! Auch wenn unsere gemeinsame Zeit und die unzertrennliche Bande – teils über zig Kilometer hinweg – ein Geschenk ist, an dem wir uns das ganze Jahr über erfreuen dürfen, welches wir ebenso liebevoll verpackt und behutsam aufbewahren, habe ich mich riesig gefreut! Einige Geschenke hatten auch mit dem Motto dieses Blogs zu tun und ich kann nur hoffen, dass es nicht nur für mich Glück regnet, sondern auch für all die lieben Menschen da draußen. Ich bin so froh, dass es euch gibt und freue mich schon jetzt auf alle bevorstehenden gemeinsamen Momente, die wir im neuen Jahr wieder miteinander teilen dürfen. Eure Geschenke waren grandios, aber das größte und wertvollste Geschenk bleibt ihr selbst und die Freundschaft, die uns verbindet! Ich danke euch für Beides von ganzem Herzen. Das ist Weihnachten.

Neben diesen wunderschönen und so wichtigen Dingen im Leben steht der Alltag leider nicht still und während die letzten Weihnachtsdüfte noch in der Luft hängen, die letzten klassischen Herz-Schmerz-Liebesfilme im Fernsehprogramm ausklingen, kehrt er Stück für Stück zurück. Auf dem Rechner zeigen sich häufiger wieder Arbeitsdokumente und der alte betriebsame Rhythmus hält Einzug, wenn auch noch gelegentlich durchbrochen von nachweihnachtlichen Besuchen von und bei Freunden und Bekannten. Lasst den  Hauch von Weihnacht noch ein wenig nachwehen und bewahrt ihn euch in eurem Herzen. Er gibt uns Mut und Kraft, die nächsten Herausforderungen anzupacken und zu meistern.

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Der Sonnenaufgang am heutigen Morgen…

#Montag-Morgen-Motivation

„Just because something isn’t happening for you right now doesn’t mean that it will never happen.“

Wir haben sie alle – kleine und große Wünsche und das ist auch gut so, sind sie zugleich Ziele, Lebensaufgaben und Herausforderungen und damit kleine Motoren und Antriebskräfte auf unserem Weg. In der Vorweihnachtszeit geht es häufig um das Wünsche erfüllen, was sich eine Woche später zum Jahreswechsel mit einem Rückblick auf die (Miß-)Erfolge der letzten 365 vorbeigeflogenen Tage vereint. Das führt nicht selten zu hängenden Schultern, was angesichts der hohen Erwartungen kaum verwundern dürfte. Aber seid euch gewiss, nur weil es vielleicht noch nicht passiert ist, bedeutet das nicht, dass es nie passieren wird. Also lasst uns optimistisch und zuversichtlich bleiben und es als Ansporn nehmen. Immerhin kennen wir bereits unser Ziel. Wir brauchen also nur noch einen Weg dorthin finden. Kommt gut durch diese letzte kurze Arbeitswoche und wer weiß, vielleicht wartet ja doch noch ein kleines Weihnachtswunder auf euch?!

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Türchen öffnen mal anders…

Gestern waren wir zum Türchen öffnen. Nein, nicht die mit Schokolade und auch keine Bildchen. Wir waren zum echten Türchen öffnen. Hier ist es inzwischen zur Tradition geworden, dass sich die Kinder am „Märchenzimmer“ treffen und von da aus geht es gemeinschaftlich in der Dämmerung durch die Fachwerkstadt zum Haus mit dem jeweiligen Tagestürchen. Dahinter verbirgt sich dann eine kleine Märchenaufführung für Kinder. Ich finde die Idee großartig, gerade weil es fernab jeden (Über-)Konsums stattfindet, nicht käuflich ist und durch all‘ die traditionellen Geschichten an die Idee von Weihnachten erinnert, abseits des Fernsehprogramms – quasi zum Anfassen und Erleben. Weihnachtszauber ist eben überall, wenn man nur ganz genau hinsieht und neben den Augen auch das Herz dafür öffnet. Das gilt nicht nur für die Kleinen, sondern auch für uns (mehr oder weniger) Großen!

 
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