Sommermorgen

Ich liebe den zeitigen Tagesanbruch im Sommer, wenn uns morgens die ersten Sonnenstrahlen vorsichtig wachkitzeln, der Blick in Richtung Fenster einen strahlend blauen Himmel vermuten lässt und wir dank der behutsam hereinwehenden, frischen Luft noch einmal tief durchatmen können, bevor wir, zusammen mit den Temperaturen, zu Höchstleistungen auflaufen. Letztes nahm ich heute morgen nicht all zu wörtlich, denn dazu wird mir mein Trainingsplan künftig noch genug Gelegenheit bieten.

Ich entschied mich stattdessen für einen gemütlichen Start. Nachdem meine dampfende Tasse Kaffee die ersten Lebensgeister geweckt hatte, folgte eine Einheit „Yoga am Morgen“. Schon sehr, wenn nicht gar zu, lange wartete der Link in meinen Lesezeichen bereits auf diesen ersten Abruf. Dehnen und Strecken brachte nun auch die müden Glieder auf Vordermann.

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Nach ausgiebiger Dusche im kühlen Nass blieb noch genügend Zeit für einen Spaziergang zur Arbeit in der Sonne, von der morgendlichen Kühle sanft umweht – eine echte Wohltat, um Kopf und Körper noch einmal richtig durchzulüften.

Ich wünsche euch allen einen entspannten Start in diesen sonnigen Sommertag!

 

Natürlich glücklich

… verbinden die Meisten inzwischen (zwangsläufig bis zwanghaft) mit 100% Bio. Hauptsache „ohne“ – ohne Laktose, ohne Gluten, ohne Tier, ohne Kohlenhydrate, ohne…, ohne… Na Prost!… Anstoßen auf diese Trends dann wohl besser auch nur mit Wasser. Da dann aber gern doch wieder mit zusätzlichen Vitaminen und Mineralstoffen. Obst und Gemüse kauen ist ebenfalls aus der Mode geraten. Kleinpüriertes gibt es jetzt nicht mehr nur für Babys, Omis und Opis, sondern nach Belieben zum Quetschen oder Schlürfen. Herrje, aber was für Fruchtzucker da drin ist…! „Natürlich“ ist all das für mich allerdings nicht. Mögen neu (wieder)entdeckte Superfoods unsere Vielfalt auf den Tischen und die Händler bereichern, die kulinarische Kunst des Weglassens stimmt mich dennoch nachdenklich. 

Letztlich ist auch vollkommen egal, was ich finde oder auch nicht. Schließlich kommt es – wie so oft – gerade in Kulinarien auf unser Bauchgefühl an. Worauf habe ich Appetit, was bekommt mir und wie schaffe ich vielleicht eine gesunde Balance in diesem gigantischen Spektrum.

Als ich mich für den Titel „natürlich glücklich“ entschied, bewegten mich – gut gesättigt – aber ganz andere Gedanken. Mir ist aufgefallen, dass sich ganz unbewusst eine andere „back to nature“-Ebene in mein Leben geschlichen hat, die mir gut bekommt und die ich deshalb als Memo an mich und vielleicht auch als Anregung für euch festhalte.

Bringen wir etwas Licht ins Dunkel: Durch eine berufliche Veränderung bin ich momentan gezwungen, zeitig aufzustehen. So weit nichts Ungewöhnliches, sondern der Alltag Vieler. Aber ich habe es tatsächlich geschafft, meinen Rhythmus an die Lichtverhältnisse anzupassen und das bekommt mir momentan sehr gut. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass sich der Schlafrhythmus durch den bewussten Einbezug der Lichtverhältnisse für den Körper natürlich(er) und deshalb auch „richtig“ anfühlt. Ich merke nur, dass die reduzierte Reiz- bzw. Lichtüberflutung dabei sehr hilfreich ist. 

Den ganzen Tag hängen wir vor künstlichen Lichtquellen, flimmernden Bildschirmen in hell erleuchteten Räumen und nehmen den Sonnenuntergang für gewöhnlich nicht einmal mehr wirklich wahr. Das Müdigkeitsgefühl setzt verzögert ein und unser Schlafrhythmus verschiebt sich. 

Vielleicht probiert ihr einfach mal aus, was passiert, wenn ihr die künstlichen Lichtquellen reduziert. Statt TV, Mails checken und SMS schicken im hell erleuchteten Wohnzimmer vielleicht einfach mal kein vollkommen abgedunkeltes Zimmer, nur eine Nachtischlampe oder Kerze(n) und ein gutes Buch?! Bei mir wirkt das Wunder zum Abschalten, Runterfahren und zum „rechtzeitig“ Müde werden, um auf genügend Schlaf zu kommen. Dieser Effekt begünstigt einen weiteren, denn durch die Vorverlagerung der Schlafenszeiten bin ich nicht nur zeitiger auf, sondern tatsächlich auch wach. 

Neuerdings gönne ich mir vor der Arbeit einen ausgiebigen Spaziergang durch die verschlafene Stadt – Zeit alles erwachen zu sehen, Zeit mich zu bewegen, den Kopf freizubekommen. Es tut einfach so unglaublich gut draußen an der frischen Luft zu sein, dass ich mich bereits nach noch mehr davon nach Feierabend sehne, weil das Leben eben nicht zu Hause, abgeschottet hinter Rollläden stattfindet, sondern draußen. Die dabei gemachten Entdeckungen und Bekanntschaften machen „natürlich glücklich“ und kosten keinen Cent. Im Gegenteil, gestern fand ich 10Ct, heute einen Glückscent. Außerdem habe ich mit meinen morgendlichen Schritten direkt den Stoffwechsel angekurbelt und mir direkt ein paar Freikalorien verdient, damit ich später nicht doch „ohne alles“ nehmen muss.

Wetter(n)

Das Schöne an Regentagen: man freut sich über jeden einzelnen Sonnenstrahl, der sich durch die Wolken kämpft, der vom Frühling kündet, von Hoffnung, Wachstum und Wärme. Der Bewegungsdrang erwacht aus dem Wintermodus, denn er sehnt sich nach der dunklen, kühlen, viel zu lange fortdauernden Jahreszeit nach Licht, frischer Luft, Veränderungen und Begegnungen, nach bunten Farbklecksen in der Natur, die von friedlicher Rebellion gegen die Tristesse des Winters künden.

Beschwingt und frohen Mutes, mit Guter-Laune-Musik im Ohr und einem Lächeln im Gesicht spazierte ich heute Morgen Richtung Schreibtisch und erfreute mich an den Sonnenstrahlen, die das frühlingshafte Grün zum Leuchten und die letzten Wassertropfen an den kunterbunten Blüten zum Glitzern brachten. Es tat so gut, die müden Knochen zu bewegen, bevor sie in den nächsten Stunden auf dem Bürostuhl wieder in sich zusammensacken und auf die feierabendliche Erlösung warten.

So beliebt das Wettern über das Wetter auch sein mag. Erst seine Facetten prägt unser Bewusstsein für seine besonderen Reize – ohne Licht kein Schatten, ohne Regen kein Regenbogen.

Impressionen (m)eines Wochenendes

Herbst – strahlende Kinderaugen – Blätterrascheln – Spaziergang – Freundschaft – Wiedersehen – Freude – Sonnenschein – buntes Herbstlaub – Auszeit – Durchatmen – Sauerland – Beisammensein – Spieleabende – Fotos anschauen – Ich sehe was, dass du nicht siehst – Sachertorte -… um nur einige Puzzleteile für ein rundum gelungenes Wochenende zu nennen.

Aber was wären all‘ diese Zutaten ohne die Menschen, die es so fürsorglich und liebevoll vorbereitet haben?! Wir kennen einander bereits seit Jahren, wenn nicht gar seit Jahrzehnten und ich freue mich, dass wir noch immer am Leben des anderen teilhaben dürfen, obwohl einige Bundesländer zwischen uns liegen – ein Wiedersehen mit alten Bekannten und dem vertrauten Gefühl, dass es sich irgendwie noch immer so anfühlt wie damals… als wir noch gemeinsam die Schulbank drückten.

Die Kleinen… Begegnungen am Wegesrand

Die zahlreichen Begegnungen der letzten Tage waren wirklich angenehm, denn sie waren lustig, belebten meine Freizeit mit Gesellschaft und Unterhaltungen, durch die ich viel Neues über andere Menschen, ihr Leben und ihre Erlebnisse erfahren durfte, begleitet von Spaziergängen und neuen Sichtweisen bei kulinarischen Zwischenstopps. Aber wirklich mein Herz erreichte gestern eine ganz ungeplante Begegnung nach Feierabend. Am Wegesrand saßen inmitten von ihren kunterbunten Kreidezeichnungen zwei kleine Mädchen im Grundschulalter, die vorbeigehende Passanten ansprachen. Sie hatten nicht nur den Weg auf ihre ganz eigene Weise verschönert, sondern sie hatten auch kleine Blümchen von der Wiese gepflückt und boten jedem mit strahlendem Lächeln und großen Augen an, sich eine Blume aussuchen und mitnehmen zu dürfen.

imageUnd ich habe sie tatsächlich noch immer. Gleich heute Morgen erinnnerte sie mich an die kurze Begegnung, an den Glücksmoment des gestrigen Abends und an die Erkenntnis, dass wir so viel von den Kleinen lernen können. Während wir uns überlegen, ob wir nach der Arbeit nach Hause fahren, nur um uns in den nächsten Räumlichkeiten zu verkriechen, gehen sie ganz selbstverständlich vor die Tür, um ihre kleine Welt Tag für Tag neu zu erkunden, ihr Geheimnisse zu entlocken und sich an Dingen zu erfreuen, die wir Erwachsenen gar nicht (mehr) wahrnehmen. Sie gehen vorurteilsfrei mit offenem Herzen und strahlenden Augen auf andere zu und schenken Freude mit ganz kleinen, aber nicht minder wertvollen Gesten und öffnen uns damit Herz und Augen für ihre kleine großartige Welt.

 

Ein glücksmomentreiches neues Jahr!

Ich wünsche uns allen ein glücksmomentreiches neues Jahr, auf das wir in 365 Tagen zufrieden und sorglos zurückschauen können und das uns auch weiterhin zuversichtlich in die Zukunft blicken lässt. Ich würde mich freuen, wenn wir auch im neuen Jahr an dieser Stelle hoffentlich zahlreiche Glücksmomente miteinander teilen können, ganz gleich ob es die kleinen Dinge des Alltags sind, an denen wir uns erfreuen dürfen, oder vielleicht sogar die eine oder andere kleine oder vielleicht sogar größere Überraschung.

Der erste Tag des Jahres neigt sich nun schon wieder dem Ende entgegen. Wie habt ihr den Auftakt von 2016 erlebt? Gesund und munter oder verschlafen und nachdenklich? Mein Tag war v.a. durch (Neujahrs-)Besuche geprägt, ein kurzes Nickerchen, dem Austausch der letzten guten Wünsche an und von meinen Liebsten, sogar für einen Abendspaziergang blieb noch Zeit. Bewegung und frische Luft – inzwischen leider schon fast ein Luxusprodukt in unserer hektischen und betriebsamen Zeit, geprägt durch lange Arbeitstage und im Winter durch die kurzen Tage zumindest gefühlt noch weiter verknappt. Aus diesem Grund möchte ich euch hier auf einen kleinen virtuellen Spaziergang mitnehmen – trotz eher durchwachsenem Wetter, begleitet durch ein paar Handyschnappschüsse. Aber vielleicht ist es dennoch ein Anreiz für euch, mal wieder eine kleine Runde spazieren zu gehen, um Neues zu erkunden oder Altbekanntes wiederzuentdecken, um den Körper und das Immunsystem nach den üppigen Ruhetagen wieder auf Touren zu bringen….
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Weihnachten… Zeit der Lichter

Ein Abendspaziergang ist zu keiner Zeit im Jahr schöner als in der Vorweihnachtszeit, wenn alles so liebevoll geschmückt ist. Ich bin immer wieder auf’s neue von all‘ den Lichtern fasziniert, die so viel Wärme ausstrahlen und alte Fachwerkstädte in eine heimelige, kuschelige Lichterdecke hüllen. Dazu überall die Düfte der Weihnacht, strahlende Kinderaugen, die mit all‘ den Lampen und Kerzen um die Wette strahlen – eine zauberhafte Atmosphäre, die ich mit meinem Handy nicht annähernd einfangen konnte und doch möchte ich euch auf diesem Wege auch ein wenig Wärme in euer Haus bringen. Morgen kommt noch ein Lichtlein mehr hinzu. Euch allen bereits jetzt einen schönen 4. Advent!

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Auf der Suche nach dem K(l)ick

Während andere permanent auf der Suche nach dem „Kick“ sind, begebe ich mich diese Woche (challengebedingt) weiter auf die Suche nach dem „Klick“. Dabei geht es nicht um irgendeinen Klick, sondern um die Suche nach dem berühmten Ausknopf. Ziel soll es sein, stärker im Moment zu leben, d.h. ohne der Vergangenheit nachzuhängen oder ängstlich in die Zukunft zu blicken. Meine erste Überlegung war einfach einen „Blitz-Dings“ á la Man in Black zu kaufen und damit die gedankliche Vergangenheit auszulöschen. Mangels Angebot war diese Idee allerdings zum Scheitern verurteilt. Jeden Mist machen sie in der Weihnachtszeit zu Geld, aber ausgerechnet die sind nicht im Handel erhältlich. Blööööd. Aber gut, immerhin darf ich dann auch meine schönen Erinnerungen behalten. Nachdem dieser erste Ansatz gescheitert war, müssen nun andere Strategien her. Meine persönlichen Klassiker zum Abschalten sind ja Spaziergänge, um den K(n)opf frei zu bekommen, Lesen, um in andere Welten abtauchen zu können, Schlafen, um sich in eine andere Welt zu träumen, Treffen mit Freunden, um Lösungsansätze zu finden oder Probleme einfach mal auszublenden, auch mal gut zu sich selbst sein, gerade weil es im hektischen Alltag häufig zu kurz kommt, z.B. Abtauchen in der heimischen Badewanne. Auch das Bloggen ist zum festen Bestandteil geworden, denn dadurch kann ich meine Gedanken in Bahnen lenken, die mir Freude bereiten. Alles was mich bewegt wird unzensiert niedergeschrieben. Das verändert den Fokus, gerade wenn man sich wie hier auf die schönen Momente des Lebens konzentriert, die sich selbst an ganz gewöhnlichen Tagen finden lassen. Was für Vorschläge habt ihr, um dem Kopf eine Verschnaufpause zu gönnen?