Heute

Was wünschen wir uns vom heutigen Tag? Was fangen wir mit diesem wundervollen Geschenk an? Wenn ihr mich fragt, dann haben wir für die Gestaltung des „Hier und Jetzt“ drei Möglichkeiten.

Option 1

Wir machen weiter wie immer und lassen alles bequem vor sich hin plätschern.

Option 2

Wir gestalten den Tag nach dem gepriesenen Motto, ihn so zu leben, als wäre es unser Letzter. So abgedroschen dieser Ratschlag inzwischen klingen mag, erinnert er uns doch – leider zu recht – an die Endlichkeit unserer Zeit auf diesem Planeten. (Glücklicherweise weniger fatalistisch) gewährt er uns – wenngleich dezent mahnend – allerdings auch die Chance, uns unsere Prioritäten bewusst zu machen – wer und was wirklich wichtig ist im Leben. Vielleicht führt er aber auch zu trügerischen Versuchungen, wenn, dieses „Mantra“ in der Dauerschleife repetierend, eine praktische Entschuldigung für fehlenden Weitblick direkt mitgeliefert zu werden scheint.

Option 3

Aber was wäre, wenn wir diesen Denkansatz dahingehend umwandeln, den heutigen Tag nicht wie den Letzten leben zu wollen, sondern wie den Ersten?

Wir wären neugierig und aufgeschlossen, frei von Vorurteilen und negativen Erfahrungen. Wir könnten die Welt (wieder) mit Kinderaugen betrachten. Alles wäre einfach „nur“ neu und nicht (beängstigend) fremd. Voller Energie und Entdeckungslust wären unsere Sinne auf unsere Umgebung gerichtet, die so viele Abenteuer, Chancen und Möglichkeiten bietet, statt sie passiv an uns vorüberziehen zu lassen – aus Gleichgültigkeit, Angst oder Unlust. Aber nicht nur, dass wir alles zum ersten Mal (er)leben dürften. Es wäre erst der Anfang (von etwas ganz Großem). Wie viel mehr würden wir wagen? Wie viel mehr würden wir uns zutrauen? Was für neuartige Projekte würden wir beginnen, weil wir wüssten, das Leben steht uns erst noch bevor?…

Was wäre, wenn wir einfach den Konjunktiv weglassen und den Tag tatsächlich leben, wie unseren Ersten?! Du entscheidest. Jeden Tag neu.

Wenn die Zeit rückwärts läuft…

Während der Anreisetag noch ganz klassisch im Zeichen der historischen Altstadtbesichtigung stand, verjüngte sich das Programm am Abreisetag zunehmend.

Bereits der morgendliche Ausflug in den hippen Szenestadtteil hatte das gefühlte Lebensalter um wenigstens 10 Jahre schrumpfen lassen. Und schon am Nachmittag verwandelte sich die frisch erworbene Perspektive erneut wie von Kinderhand in: „durch Kinderaugen“.

Mich erwarteten gleich 2 Paar davon. Freudig lachend, meinen Namen rufend und begeistert strahlend hatten sie sich mit ihrer Mama aufgemacht, um gemeinsam mit mir die Welt zu erkunden – ihre Welt.

Also ging es für uns Richtung Zwinger zum Enten und Karpfen füttern, Pferde und Straßenbahnen gucken – eben die ganz großen Highlights der kleinen Leute.

Das Schritttempo verlangsamte sich deutlich, auch wenn wir alles mobilisierbare Gefährt einsetzten, was zur Verfügung stand – Bollerwagen, Dreirad, Roller und kurze Beinchen. Plötzlich ging es nicht mehr darum, möglichst viel Strecke zu machen, alle Reiseführerstationen abzuklappern. Der Fokus verschob sich schnell. Es ging nicht um schneller, weiter, höher, besser… Es war die Freude an den Dingen, die bereits da waren, die wir Großen nur selten in der Form würdigen. Ob es die Krähe im Stadtpark ist, deren Gefiederkleid im Sonnenlicht funkelt, oder das vorbeifahrende Müllauto, die Statue, an der man schon so oft vorbei gegangen ist… Alles ist so unglaublich aufregend und wird munter plappernd und glücklich strahlend gewürdigt. Plötzlich wurde der kleine Park zu einem fantastischen Abenteuerspielplatz. Und nachdem ich glücklicherweise nur die Trinkflasche aus dem Teich angeln brauchte, aber alle Menschen trocken geblieben sind, gab es auch noch eine Eiskugel für jeden. Ein fantastischer Frühlingstag mit alten Eindrücken komplett neu erlebt.

1. März – Tag der Komplimente

Guten Morgen ihr Lieben und willkommen im März! Wie könnte der Monat besser beginnen als mit einem aufrichtigen Kompliment?! Wie schön, dass heute „World Compliment Day“ ist. Natürlich kann man sich über die Notwendigkeit eines solchen Tages trefflich streiten, denn wie aufrichtig kann ein Kompliment sein, dass aus Anlass eines solchen konstruierten Tages gemacht wird? Ich denke, ungefähr so aufrichtig wie eine Liebeserklärung zum Valentinstag. Beide Tage kann man als überflüssig empfinden, wenn es um die pure Zweckerfüllung geht. Aber vielleicht sollte man den Tag als eine Erinnerung mit einem Augenzwinkern statt mit einem Zaunpfahl sehen, an etwas, das selbstverständlich sein sollte und es doch nicht immer ist. Natürlich verdienen die Menschen um uns herum nicht nur am heutigen Tag Aufmerksamkeit und Anerkennung, ein liebes Wort am rechten Platz, ein Lob für erfolgreiche Taten oder Dank für liebevolle Gesten und ein aufrichtiges Kompliment. Wir alle freuen uns über einen verbalen Klopfer auf die Schulter oder Anerkennung, denn es bestätigt uns in dem was wir tun und in dem was wir sind und kann uns sogar beflügeln. Wertschätzung ist wichtig, weil sie uns motiviert. Aber wie häufig verteilen wir selbst solche Komplimente, bestärkende Gesten und Worte?! Der Tag ist sicher keine Aufforderung abgedroschene Sprüche auszuteilen, aber doch ein schöner Anlass seinen Mitmenschen auch (!) heute mehr Aufmerksamkeit entgegenzubringen und das, was wir an ihnen schätzen, auch laut auszusprechen.

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heutiges Kalenderblatt im Abrisskalender der Flow: „A year of tiny pleasures“

Selbstwirksamkeit

Im letzten Beitrag ging es um den erwachenden Frühling, Neubeginn und Wachstum, (Selbst-)Entfaltung und Chancen für die mutigen Frühblüher, die neugierig ihre Knospen den ersten wärmenden Sonnenstrahlen entgegenstrecken und der damit verbundenen Aufmunterung an uns selbst, es ihnen gleich zu tun. Sich zu öffnen ist nicht für jedermann leicht und doch für jeden machbar. Mögen uns die blumigbunten Farbkleckse der Natur täglich an unsere Entfaltungsmöglichkeiten erinnern.

Der heutige Eintrag knüpft unmittelbar an diese Gedanken und Erlebnisse an und beschäftigt sich mit der Frage: und wie dann weiter? Ein erstes zaghaftes Lächeln, eine vorsichtige Kontaktaufnahme und dann? Viele von uns sind verunsichert, verunsichert mit Blick auf sich selbst, verunsichert durch Sorgen und Ängste und all das nur, weil wir unsere Selbstwirksamkeit unterschätzen. Auch wenn wir gut und gerne ohne diesen Ballast auskommen könnten, ist das bekanntlich leichter gesagt bzw. geschrieben als getan. Viel zu sehr neigen wir dazu in alte Verhaltensmuster zurück zu fallen. Auch ich muss mich permanent daran erinnern. Am Anfang dieses Blogs stand zwar genau dieser Wunsch nach einem Perspektivenwechsel durch die Wertschätzung der kleinen glücksspendenden Dinge im Leben, die wir viel zu häufig vernachlässigen. Aber auch wenn ich diesen Blog nun schon einige Monate fülle und es mich selbst immer wieder überrascht, wie viele Glücksmomente mir durch mein Leben in dieser Zeit beschert wurden, ist auch ein Blog oder ein einmal gefasster Entschluss kein Automatismus. Auch ich muss mich ganz bewusst darauf besinnen, mich eben nicht mit jener Schwermut in die Sorgen des Alltags sinken zu lassen, auch wenn es gerade wegen seiner Einfachheit so verlockend wirkt sich treiben zu lassen, sich etwas Selbstmitleid und eine große Ration Schokolade zu gönnen. Aber ist dieser Weg tatsächlich der leichteste?

Im Wesentlichen haben wir zwei grundlegende Möglichkeiten mit Herausforderungen umzugehen und diese hängen eng mit unserer persönlichen Grundeinstellung zusammen. Ist das Glas bzw. die Frustschokolade halb voll oder halb leer bzw. sind wir eher Optimisten oder Pessimisten?! Was glaubt ihr, wer von Beiden macht es sich einfacher – die Pessimisten, weil sie von vorherein lieber nicht so viel erwarten und dadurch eventuell weniger enttäuscht werden oder sind es die Optimisten, die an das Gute im Menschen und an das Gute in jeder Situation glauben, die angesichts der gewieften Schicksalsschläge doch schon per definitionem zum Scheitern verurteilt sein müssten?! So betrachtet klingt der Pessimismus in der Tat nach dem geringsten Übel, aber ist das wirklich so? Die Statistik widerlegt es, wenn Optimisten tatsächlich bis zu 7 Jahre älter werden als Pessimisten. Woran kann das liegen? Dafür sprechen könnte, dass Optimisten sorgenfreier durch’s Leben gehen, was ihnen das Herz-Kreislauf-System sicher dankt und auch die Zahl der sorgenvoll durchwachten Nächte dürfte sich schlagartig minimieren, was nicht nur die Konzentrationsfähigkeit steigert, sondern auch die Unfallgefahr senken dürfte. Wenn wir diesen Gedankengang weiterspinnen, könnten wir durch positive Gedanken womöglich nicht nur unsere Lebensqualität verbessern, sondern sogar unsere Lebensdauer steigern. Zumindest klingt auch das nach einem lohnenden Versuch, oder was meint ihr?!
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Selbstliebe

Es mag sein, dass ungeklärt ist, ob Charlie Chaplin das folgende Gedicht anlässlich seines 70. Geburtstages wirklich verfasst hat. Seine Botschaft ist hingegen umso eindeutiger. Bereits in meinem letzten Beitrag habe ich angedeutet, dass Akzeptanz, Nachsicht und bestenfalls auch Liebe uns selbst gegenüber mindestens genauso wichtig ist wie gegenüber unseren Mitmenschen. Darum vergesst nicht, euch dann und wann auch eine kleine Liebeserklärung zu machen, indem ihr euch selbst mit all eurer unverwechselbaren Einzigartigkeit annehmt und wertschätzt:

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann
(Charlie Chaplin)

Vertrauen

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin und dass alles, was geschah, richtig ist. Von da an konnte ich ruhig sein. Heute weiß ich, das nennt sich Vertrauen!

Selbstachtung

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich verstanden, wie sehr es jemanden beschämt, ihm meine Wünsche aufzuzwingen, obwohl ich wusste, dass weder die Zeit reif noch der Mensch dazu bereit war und auch wenn ich selbst dieser Mensch war. Heute weiß ich, das nennt sich Selbstachtung!

Authentisch-Sein

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid nur Warnungen für mich sind, gegen meine eigene Wahrheit zu leben. Heute weiß ich, das nennt man Authentisch-Sein!

Reife

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, mich nach einem anderen Leben zu sehnen und konnte sehen, dass alles um mich herum eine Aufforderung zum Wachsen war. Heute weiß ich, das nennt man Reife!

Ehrlichkeit

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben und ich habe aufgehört, weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwickeln. Heute mache ich nur, was mir Spaß und Freude bereitet, was ich liebe und was mein Herz zum Lachen bringt, auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo. Heute weiß ich, das nennt man Ehrlichkeit!

Selbstliebe

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war, von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen und von allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst. Anfangs nannte ich das gesunden Egoismus, aber heute weiß ich, das ist Selbstliebe!

Einfach-Sein

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, hörte ich auf, immer recht haben zu wollen, so habe ich mich weniger geirrt. Heute habe ich erkannt, das nennt man Einfach-Sein!

Vollkommenheit

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, habe ich mich geweigert, immer weiter in der Vergangenheit zu leben und mich um meine Zukunft zu sorgen. Jetzt lebe ich nur mehr in diesem Augenblick, wo alles stattfindet. So lebe ich jeden Tag und nenne es Vollkommenheit!

Herzensweisheit

Als ich mich wirklich selbst zu lieben begann, da erkannte ich, dass mich mein Denken armselig und krank machen kann. Als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte, bekam mein Verstand einen wichtigen Partner, diese Verbindung nenne ich Herzensweisheit!

Das ist das Leben

Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen, Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen zu fürchten, denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander und es entstehen neue Welten. Heute weiß ich, das ist das Leben!“

Happy Valentines Day to You(rself)!

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Warum es okay ist?!


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Quelle: Florian Langenscheidt, Langenscheidts Handbuch zum Glück, 6. Auflage 2012, S. 27

Eigentlich wollte ich heute früh direkt aufstehen und wie üblich in’s Büro rennen, um an meinen unzähligen Baustellen vorwärts zu kommen. Es wäre nur die logische Konsequenz des gestrigen Tages und doch entschied ich mich dagegen. Stattdessen hüllte ich mich noch einmal fester in meine Kuscheldecke, lauschte den (beständig an meinem Fenster klopfenden) Regentropfen, deren Beharrlichkeit ebenfalls zum Liegenbleiben mahnten. Aus dem Radio tönte Bestätigendes. Durchregnen soll es und stürmen dazu. Wer will da schon vor die Tür? Selbst die Sonne war noch nicht einmal ganz hervorgekrochen und hing ebenfalls verschlafen am Horizont fest. Nur einen Moment noch für mich, nur ein bisschen am Laptop friemeln, nein, nicht arbeitend, sondern an ganz eigenen Projekten – ganz ohne Müssen und Sollen, ohne Fristen und ohne Nachtschichten, einfach nur weil es Spaß macht. Das bewies später auch die Uhr, die ich leicht verdutzt ansah, als sie mir das Erreichen der Mittagszeit verkündete. Wo war bloß die Zeit geblieben?! Sie war verflogen aber nicht verloren, denn ich habe nicht ein einziges Mal an meine Arbeit und sonstige lästige Verpflichtungen gedacht, die mich sonst auch am Wochenende nicht loslassen und für ihre Bewältigung umtriebig schaffen lassen. Schnell noch in’s Büro hetzen? Nein, ich glaube nicht. Ich glaube, ich möchte heute einfach mal nur in meiner Höhle bleiben und es mir so richtig schön gemütlich machen, an nichts denken müssen und einfach nur ich sein. Oh ja, ich glaube, ich bleibe heute einfach nur mal glücklich.

Glück gehabt…

In den letzten Tagen habe ich mir vor dem Schlafen gehen immer dieses Heft zur Hand genommen und mir einen Beitrag über Achtsamkeit gegönnt – etwas, dass immer mehr mein Interesse weckt.

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Total blauäugig begann ich einen zweiten Blog, nachdem ich einfach nur über dieses Wort gestolpert war. Inzwischen fange ich an zu begreifen, was sich alles dahinter verbirgt. Sogar ein eigenständiges Studium gibt es hierzu, Forschungsprojekte, Studien, Therapieformen, Meditationen, Mantras, Anwendungstipps für die Praxis,… und eben eine Zeitschriftenreihe, auf die ich gestoßen bin, die all das in einem liebevollen Design zu vereinen sucht. Ich möchte dafür gar keine Werbung machen, bekomme ich doch keinerlei Vergünstigungen dafür oder stecke sonst mit ihnen unter einer Decke, aber es war ein Anstoß, mich näher mit dieser Thematik zu befassen. Inzwischen freue ich mich auf diesen Moment vor dem Einschlafen als liebgewonnenen Tagesausklang und damit auf (m)einen selbstgeschaffenen Glücksmoment, der genauso gut mit einem Kapitel in einem Roman oder Krimi von der/m Lieblingsautoren umgesetzt werden könnte.

Als es heute Nacht also anfing zu rödeln – eine Geräuschkulisse, die ich nicht ganz einordnen konnte, nahm ich mir die Zeitschrift zur Hand und blätterte weiter. Statt mich über die Unterbrechung (irgendwann gegen 2.30Uhr nachts) zu ärgern, griff ich einfach zur „Flow“, worin ich kleine herausnehmbare Motivationskärtchen entdeckte. Also beschloss ich des nachts kurzerhand umzudekorieren und entnahm die Postkarte mit der leicht trotzigen Aufschrift, die bislang meinen Eingangsbereich schmückte: „Hier kann jeder machen, was ich will“ und positionierte in diesem Rahmen stattdessen diese beiden Kärtchen, ließ sie auf mich wirken und schlief zufrieden ein.

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Als ich heute Morgen duschte und es zunächst heftig gluckerte, zwischendurch braunes Wasser floß, schwante mir Böses. Irgendetwas stimmt nicht und meiner Rumpelbude traue ich bekanntlich und aus leider sehr guten Gründen alles zu. Nach kurzem Zögern setzte ich aber mutig meine Morgenroutine fort, auch wenn ich bereits fürchtete, mit eingeschäumten Haaren ohne Wasser bibbernd im Bad zu enden. Aber es ging alles gut. Als ich anschließend das Haus verließ, entdeckte ich, dass der Gehweg vor dem Nachbarhaus bereits offenlag und sich nachts wohl schon Einiges an schlammigen Wasser den Weg gebahnt hatte. So aufrichtig leid wie es mir für die Betroffenen tat, war ich doch zugegebenermaßen erleichtert, dass es das Nachbarhaus getroffen hat und nicht uns, denn auch das wäre nicht das erste Mal. Ich würde sagen, Glück gehabt. Möge es anhalten und sich der Schaden nebenan in Grenzen halten. Für heute bin ich einfach nur dankbar, dass es uns / mich dieses Mal zur Abwechslung nicht erwischt hat.

 

 

Sporty SUNday!

 

Zunächst möchte ich euch allen erstmal einen guten Start in einen hoffentlich sonnigen Sonntag wünschen. Derzeit habe ich Glück, denn während ich das schreibe, lächelt sie mir direkt ins Gesicht und wärmt nicht nur mein Antlitz, sondern auch das Gemüt – ein Grund mehr, mir diesen Vormittag selbst als Geschenk zu machen. Der Start ins Jahr liegt gefühlt schon meilenweit zurück und sicherlich für viele von euch bereits die erste harte und stressige Arbeitswoche. Ich kann jedenfalls für mich behaupten, dass ich diese Woche wieder einmal alles gegeben habe und gerade deshalb ist es richtig und wichtig kurz abzuschalten und inne zu halten, damit ich und wir alle das Tempo auch für den Rest des Jahres halten können. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich muss mich manchmal ganz gezielt etwas ausbremsen, um nicht in Übereifer zu verfallen. Sonntagvormittag bietet sich dafür gerade zu an. Deshalb mein Rat auch für euch, nutzt ihn ganz bewusst, denn dass macht den Kopf frei und hält die Motivation hoch, so dass ihr euch danach wieder gestärkt an die Arbeit machen könnt. Ihr wisst selbst am besten, was euch gut tut, also setzt es um, denn ihr solltet es euch wert sein.

Ich habe mit Ausschlafen begonnen – einfach göttlich!!!! Für so ein Schlaftier wie mich eine absolute Wonne! Danach ganz in Ruhe ein Kaffee noch im Kuschelbettchen, bevor der Tag starten kann. Erfreut und gut gelaunt durch die unerwarteten Sonnenstrahlen – der angekündigte Sturm steht scheinbar noch im Stau – zunächst vorsichtig ein Fuß vor den anderen gesetzt und schnell war klar, was als Nächstes kommt: Sport. Nicht der guten Vorsätze wegen, auf die ich dieses Jahr, wie ihr wisst, wieder einmal ganz bewusst verzichtet habe, sondern um mich zu stärken und fit zu machen für den Alltag, denn hierfür sind wir nur gewappnet, wenn wir über die nötige Grundfitness verfügen. Wie sollten wir ihn sonst stemmen können?! Außerdem habe ich mal gelesen, dass schlanke Frauen in Klamotten gut aussehen, trainierte auch nackt. Ähm ja, der Weg ist das Ziel… 😉 Dabei geht es gar nicht (nur) um die Optik, sondern um eine Ausdauer und ein gewisses Maß an Kraft, dass uns durch die Woche hilft, Tag für Tag. Ich entschied mich also etwas Neues auszuprobieren. Ihr kennt es wahrscheinlich schon längst, aber ich hänge vielen Trends gern mal hinterher, weil ich mein Leben nicht danach gestalte, was hip ist, sondern nach meinen Bedürfnissen und Dingen von denen ich glaube, dass sie mir gut tun.

Über einen anderen Blog bin ich auf Blogilates gestoßen und genau das habe ich heute ausprobiert. Keine 70er Jahre TV-Gymnastik mit Schweißbändern um der Stirn, sondern eine motivierende Frau, die alle Schritte gut erklärt und freundlich und authentisch zum Mitmachen animiert. Bekannte Bewegungsabläufe werden modifiziert und in einem überschaubaren Zeitraum trainiert. Damit ist es auch alltagstauglich, weil den meisten von uns leider nicht immer viel Zeit zur Verfügung steht und sich der innere Schweinehund leichter zähmen lässt, wenn er bemerkt, dass wir ihm zunächst nur für einen kürzeren Zeitraum die Macht klauen. Dort findet man u.a. ein Programm für Einsteiger und das Tag für Tag, was Variation verspricht, denn immer wieder das selbe Video nachzuturnen, wie es wohl bei den meisten DVDs der Fall ist, scheint mir persönlich wenig attraktiv, denn es bleibt unweigerlich monoton.

Egal für welche Variante man sich auch entscheidet, alles ist für Körper und Geist besser als Rumsitzen auf der Soffi. Mit den sportlichen Übungen habe ich nicht nur meinen Kreislauf und Stoffwechsel auf Vordermann gebracht, sondern auch meine grauen Zellen mit Sauerstoff versorgt. Doch bevor der Vormittag so langsam ausklingt, wartet für mich noch eine wohltuende Badewanne und danach leckeres, selbst zubereitetes Mittagessen statt werktägliches Kantinenfutter. Mein Bauch lächelt bereits voller Vorfreude angesichts des ihm bevorstehenden leckeren Rinderfilets. Erst wenn ich all das mit Muße und Ruhe abgeschlossen habe, erst dann geht es weiter mit meinem Arbeitsberg, dann aber mit neuen Energien und gefülltem Akku.

Ich hoffe, auch ihr gönnt euch heute eine Auszeit. Ihr habt es euch verdient!
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Stimmungsbarometer

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…und ich dachte bislang, solche Barometer beziehen sich auf das Wetter und nicht auf die Stimmung ihrer Betrachter?!

Momentan stimmt wohl Beides, klopfen doch gerade schon wieder die nächsten Regentropfen mit einer Vehemenz an die Fensterscheibe, die ich derzeit nur von meinen beruflichen Herausforderungen kenne. An ihnen zu wachsen muss allerdings eine metaphorische Stärke sein, verharre ich doch bei meinen süßen 1,59m. Andererseits erscheint es mir auch wenig erstrebenswert selbst so anzuschwellen wie etwa mein Terminkalender, denn wer garantiert bitte, dass das Ganze in Nord-Süd-Ausrichtung verläuft? In der Vorweihnachtszeit bin ich bezüglich derartiger Wachstumsprozesse ohnehin besonders skeptisch, denn wer kennt nicht das Phänomen der Santafizierung durch Milch und Kekse und so?! Und *plopp* ist es passiert… Das rote Warnlämpchen auf dem Barometer leuchtet schon. Gerade in stressigen Zeiten fällt es schwer Balance zu halten und das gilt für viele Bereiche. Genau deshalb möchte ich auch – trotz Zeitmangel – an meiner Achtsamkeitsidee festhalten und am Montag mit ihrer Umsetzung beginnen. Vielleicht greift ihr mir ja bis dahin noch mit ein paar Ideen unter die Arme?! Vielleicht fällt euch sogar etwas ein, dass euch zum Mitmachen motivieren würde?! Wir müssen ja nicht gleich die Welt aus den Angeln heben, aber manchmal können schon kleine Dinge das Leben für sich und / oder für andere etwas lebenswerter machen und genau solche kleine Alltagsinseln und Schätze möchte ich finden, teilen, genießen und bewahren in einer kleinen Schatzkiste, in die man greifen kann, wenn man sich danach sehnt, sich oder etwas positiv zu verändern, einen Ausgleich zu schaffen zum hektischen, termindurchfluteten Alltag.