Wer nicht weiß, wo er hin will, der darf sich nicht wundern, wenn er nicht ankommt

Wenn das nur immer so leicht wäre?! Die meisten von uns sehnen sich nach dem Gefühl des „Ankommens“. Die Einen haben ihr Ziel bereits erreicht. Die Anderen streiten diesen Wunsch ab, müssten sie doch sonst Farbe bekennen. Auch ich bin noch immer auf der Reise. Die eingeschlagenen Wege bin ich bislang stets zu Ende gegangen und dennoch kam ich noch nicht an und befinde mich weiter im Dschungel der Möglichkeiten… nur die Zeit schwindet. Aber wohin gehen, wenn man nicht weiß, wo man hin möchte? Neulich saß ich nach Feierabend noch mit einem Freund zusammen. Wir aßen eine Kleinigkeit und sinnierten über unser Leben – wie so oft. Beiläufig fragte ich ihn: Wenn ich dir jetzt erzählen würde, dass ich ein Studium beginne, was glaubst du, wäre das?

Mir schien es spannend herauszufinden, wo mich andere sehen. Was glauben andere, wo meine Talente, meine Begabungen, vielleicht sogar meine Berufung liegen könnte? Auch euch möchte ich die Frage stellen, begleitet ihr mich doch hier durch mein Leben und kennt mich dadurch eigentlich schon ganz (wenn nicht gar ein wenig zu) gut.

Was glaubt ihr, welchen Beruf ich haben könnte bzw. welchen Beruf ich haben sollte?

13 Gedanken zu “Wer nicht weiß, wo er hin will, der darf sich nicht wundern, wenn er nicht ankommt

  1. Hat dies auf travelgirl95 rebloggt und kommentierte:
    Ankommen. Wir alle wollen im Leben das Gefühl haben irgendwo einen festen Platz zu haben. Einen Ort, an dem man immer richtig ist. Eine Zeit, in der alles stimmt. Ein Gefühl das keine offenen Fragen lässt. Eine Ruhe, in der man so sein kann wie man ist ohne den anderen etwas vorzumachen.
    Vielleicht sind die Fragen „Wer bin ich?“ und „Was will ich?“ an diesem Ort beantwortet, zu dieser Zeit. Irgendwann im Leben will jeder an diesen Punkt kommen, an dem man angekommen ist, dort, wo und wie man den Rest des Lebens bleiben möchte. Zeitlos…

    Gefällt 3 Personen

  2. Hmm, muss es denn immer ein Zeitpunkt sein den man erst sucht und an dem man dann fest bleibt? Ich glaub nicht. Wenn ich darüber nachdenke, wie sehr sich meine Wünsche und Ziele innerhalb von fünf Jahren verändert haben, dann halte ich es für unmöglich, fest in dieser Ruhe zu bleiben. Dann kommt eben ein nächstes Thema und es drückt mich wieder. Wie langweilig wäre es, das „Perfekte“ zu finden und 60 Jahre und länger dort zu bleiben? Und genau in meiner Reise, in meiner Suche, fühle ich mich besonders authentisch. Dann hab ich eben keinen Plan, was ich in 10 Jahren tue. Damit komme ich ganz gut klar.

    So wie du das machst, ist das doch gut. Zu Ende bringen, was du begonnen hast und dann kannst du dich zum nächsten Ziel verführen lassen?

    Aber ich kann verstehen, dass das nicht jedermanns Sache ist, so planlos. Solange man sich nicht hetzen lässt, sind Ziele ja auch nichts Verkehrtes 🙂 Da hat wohl jeder seinen eigenen Gusto.

    Welchen Beruf würde ich dir geben? Etwas Zauberhaftes…. Christkind auf dem Weihnachtsmarkt, oder so. Da wo alle dastehen und sagen „Aaah“ und „Ohhh“, und ganz gebannt sind von deinem Strahlelächeln. Echt jetzt.

    Gefällt 2 Personen

    • Auch da ist etwas Wahres dran und doch fände ich so eine Art sicheren Hafen, an dem ich mich sicher und zu Hause fühle als Rückzugsort schön. Nachdem wir zusammen die Welt erobert haben wüsste ich zumindest, wohin ich zurückkehren kann. 😉 Ich finde, ein sicherer Hafen ist der perfekte Ausgangspunkt dafür.

      Und nein, Christkind bin ich nicht, wäre wahrscheinlich auch nur etwas für’s Saisongeschäft, 😉 auch wenn ich herzhaft gelacht habe als ich es las bzw. gestrahlt (wie du es beschreibst)! 😀

      Gefällt 1 Person

  3. Vielleicht stellt man am Ende seines Lebens fest, dass man nie irgendwo angekommen ist, weil es nicht sein sollte.. Man wird meiner Meinung nach immer auf der Suche nach etWAS sein, nach dem ICH vielleicht.. Man verändert sich ständig, weil sich die Gegebenheiten um uns herum verändern

    Gefällt 1 Person

      • Da ist denke ich jeder anders.. Ich habe da natürlich nur für mich gesprochen und was mir so dazu eingefallen ist. Natürlich kann ich es auch verstehen, wenn du nach diesem „ankommen“ strebst, das tun sicher viele.

        Gefällt 1 Person

      • Ich kann deinen Ansatz auch sehr gut nachvollziehen. Wichtig ist doch letztlich nur, dass wir uns wohlfühlen bei dem, was wir tun. Und wenn uns unser Gefühl sagt, ich fühle mich reisend wohl, von einem Ort zum anderen die Welt erkundend, beim Entdecken statt beim Ankommen, dann ist es definitiv das Richtige. Wer (zwischendurch) einen Anker braucht, um zu bleiben oder dorthin zurück kehren zu können, macht es ebenfalls richtig, wenn das Bauchgefühl es ihm oder ihr sagt. Wie so oft im Leben, müssen wir wohl unseren ganz eigenen Weg finden. Mögen wir (am Ende) glücklich damit werden!

        Gefällt 1 Person

  4. Mark Twain hat den Leser… den sinnierenden Betrachter des Lebens eingeladen, ja geradezu aufgefordert sich auf das Abenteuer „Ziellos zu sein“ einzulassen… „…man darf sich nur nicht wundern wenn er ganz woanders ankommt…“ Also nehme ich doch mein Ziel – „meinen Weg“/unter die Füsse… damit liege ich immer richtig. Danke Dir (und Mark Twain)

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s