Escalator

Das Glück der kleinen Dinge, die Kunst es durch Achtsamkeit zu erkennen und die Gabe, es wertzuschätzen – alles Themen, über die ich mich hier in meinem Blog nach Herzenslust auslasse. Was nun aber all das mit „Escalator“ – also Rolltreppen – zu tun hat? Ich werde es euch gern verraten und vielleicht bringt euch die Geschichte ja ebenfalls zum Schmunzeln. Ein Tourist in Sambia wollte Land und Leute kennenlernen und zwar nicht nur die touristische Version, sondern das wahre Leben dort, Eintauchen in ihre Lebenswelt und nicht nur vorsichtig daran herumtasten. Also erkundigte er sich bei einem Einheimischen, wie er das am besten umsetzen könne, was er nicht verpassen dürfe und v.a. typisch sollte es sein. Was also tut man in Sambia, wenn man wirklich etwas Besonderes sehen und erleben möchte?! Der Einheimische riet ihm daraufhin einen Ausflug zu einer Shopping-Mall zu machen. Leicht verdutzt sah ihn der Tourist an. Hmmm, Shoppingmall also?! Ihm erschloss sich das Ausflugsziel noch nicht ganz, wollte er doch alles andere als auf touristische Souvenirjagd gehen. Er stutzte genauso wie ihr jetzt wahrscheinlich und überlegte, was es wohl damit auf sich haben könnte. Auch der Einheimische winkte beherzt ab, denn zum Einkaufen wolle da niemand hin. Aber was war dann die Attraktion der Mall? Die Antwort auf die Frage war gleichermaßen simpel wie verblüffend. In dieser Mall befindet sich eine von fünf Rolltrappen im ganzen Land. Sie besitzt eine solche Anziehungskraft, dass sich alle Leute in der Umgebung dort hinbegeben, nur um dort Rolltreppe fahren zu können. Möchtest du ein wirklich besonderes Date organisieren? Dann nimmst du deine Angebetete mit zu dieser Rolltreppe. Jung und Alt, sogar Schulausflüge der Schulklasse gehen wohin? Richtig, zur Rolltreppe. Nur auf Eines sollte man sich einstellen – auf lange Wartezeiten und in der Tat, der Tourist brach auf und dachte sich, wenn das der Geheimtipp ist und die Einheimischen so sehr in seinen Bann ziehen kann, dann möchte ich mir das Spektakel nicht entgehen lassen. Die Geschäfte der Mall waren wirklich leer, an den Rolltreppen standen die Menschen hingegen in langen Schlange – verliebte Pärchen und auch eine Vorschulklasse nährte sich dieser Sensation fröhlich „Escalator, escalator“ singend bis sie die Rolltreppe tatsächlich erblickten und vollkommen die Fassung verloren und nahezu durchdrehten vor freudiger Erwartung. Ja, das ist wohl der Inbegriff für Glück der kleinen Dinge. Wie schön können kleinen, nahezu banale Dinge des Alltags doch sein?!
imageBei uns hingegen…

 

8 Gedanken zu “Escalator

  1. Aye, das Bild erinnert mich an das riesen Einkaufszentrum in Essen. Limburger Platz, heißt es glaube ich. Für ein Kleinstadtkind wie mich, wo die nächste Großstadt (München) 1,5 Stunden entfernt ist, ist das schon auch ein bisschen was besonderes, wenn ich in solche Läden komme. Da staune ich dann auch über den Escalator und bin sehr froh, wenn nicht so viele davor stehen. ^^ Weil mir dann auch die Füße sehr weh tun….

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