Plötzlich Herbst… und nun?

4.54Uhr, 3 Grad am 15. Oktober 2015. Nein, das ist kein Auszug zur bevorstehenden Mount Everest-Besteigung, sondern ein klassischer Donnerstag in meiner kleinen Glücksblogwelt, irgendwo im grauen, feuchtkalten Deutschland. Bibbernd auf den Bus wartend fragt man sich schon, ob das denn alles so richtig sein kann. Der einzige Vorteil an der Uhrzeit ist, dass es noch so dunkel ist und man sich noch nicht von den aufsteigenden Nebelschwaden und dem düsteren Herbsthimmel die Stimmung verhageln lassen muss. Ob die Natur es wohl deshalb so eingerichtet hat, dass sich die Bäume ausgerechnet im Herbst so wunderschön verfärben? Die kunterbunten Kleckse könnten sich in keiner Jahreszeit besser vom Einheitsgrau der Wolkenschichten abheben. Laubfärbung als biologisches Antidepressiva? Wer weiß… Genießen wir es, solange es den letzten Blättchen nicht zu kalt wird und sie sich zum Schlafen auf den Boden legen bis sie endgültig vom Schnee verhüllt werden.

Absolut mieses Wetter – also doch eigentlich der ideale Tag zum Arbeiten, oder nicht? Während ich in müde und nicht minder triste Gesichter schaue, freue ich mich, dass ich den Tag arbeitend sinnvoll nutzen kann, denn da draußen verpasst man nun absolut wirklich rein gar nichts. Perfekt also, um frohen Mutes in den Tag zu starten.

10 Stunden geschafft, der Rückweg ist vollbracht, was nun? Ist doch ganz klar – eingemummelt und ein Nickerchen gemacht. Auch das geht doch am allerbesten, wenn es draußen so richtig schön usselig ist. Danach kann es auch frisch ausgeruht wieder an’s Werk gehen. Schließlich warten die Vorbereitungen auf einen gemütlichen Herbstabend. Besuch hat sich angekündigt und dann auch noch von einer lieben Freundin, die ich leider viel zu selten sehe, da uns hunderte Kilometer trennen. Die Vorfreude ist dementsprechend umso größer. Während sie nach einem langen Arbeitstag wohl gerade der Abfahrt entgegenfiebert, bin ich dabei ein wenig Abendessen vorzubereiten. Ja, ich weiß, es ist noch Zeit. Aber man kann ja schon mal anfangen – eindecken und vorkochen bzw. vorbacken. Da es wohl leider ziemlich spät wird ehe wir essen können, habe ich mich für Salat, Kürbissuppe und Cookies entschieden. Letztere dampfen schon aus dem Ofen. Ich bin gespannt auf das Ergebnis dieses kulinarischen Experiments. Aber wenn man 3 Minigänge für ein Abendmahl um 22 Uhr hat, dann ist die Chance hoch, dass etwas davon klappt und man notfalls die Dosis von diesem Teil erhöhen kann. 😉 Alternativen sind im Kühlschrank vorrätig, so dass die Chancen gut stehen, dass wir uns satt und mit Kullerbauch anschließend bei Kerzenschein und Wein bis tief in die Nacht über alle Neuigkeiten und Ereignisse austauschen können – und ja, bei Frauen dauert es nun mal ein Weilchen bis alles sorgfältig besprochen ist! – bevor morgen früh leider schon wieder unser Wecker klingelt, um uns an die eigentliche Verpflichtung und damit an den Anlass dieses Treffens zu erinnern, aber erst morgen…!

Ja, es ist Herbst und ja, das Wetter ist mies, aber entspannt euch. Ihr könnt es sowieso nicht ändern. Dafür könnt ihr entscheiden, was ihr daraus macht und da Trübsal blasen selten etwas bringt im Leben, macht einfach das Beste daraus mit Allem, was euch einfällt.

Macht euch die grauen Herbsttage bunt!!!

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2 Gedanken zu “Plötzlich Herbst… und nun?

  1. Auch aufsteigende Nebelschwaden im Herbst sind schön. Sie verbergen Geheimnisse oder legen einen Schleier über dunkle Stellen, die man nicht unbedingt sehen möchte. Und wenn der Nebel sich lichtet, ist man manchmal ziemlich überrascht, welche Schönheiten er verborgen hat – kleine Glücksmomente halt ;-).
    Schön ist es auch auf Deinem Blog hier. Ich werde mich jetzt mal ein bisschen weiter umsehen und bin gespannt, was ich alles entdecken werde.
    Liebe Grüße
    Inge aus dem Glasperlengarten

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