Glückszahlen

Glückszahlen hat wahrscheinlich jeder. Der Klassiker ist wohl die 7. Mein bester Freund nimmt beim Lotto spielen u.a. mein Geburtsdatum, auch wenn es bisher für den großen Jackpot leider nicht gereicht hat. Oder etwa doch?! (Du wirst dich doch am Wochenende nicht heimlich abgesetzt haben?! Ich bekomme 10% – hast du am Freitag versprochen – oder das Haus am Meer!!!!!!!)

Welche Macht doch Zahlen über uns und unser Leben haben?! Egal, ob es Zeugnisnoten sind, der Blick auf den Kontoauszug oder auf die Waage. Wenn Zahlen ins Spiel kommen, wird es gefährlich, denn meist wird mit ihnen gemessen, verglichen und Wert geschätzt, ohne die Geschichte zu berücksichtigen, die dahinter steckt… die Zusammenhänge… das wahre Leben, denn mathematische Werte sind nicht gleich ideelle, emotionale oder soziale Werte. Sie spiegeln nicht die Realität wider und doch haben sie so viel Macht, um die realen Bezüge vor dem geistigen Auge ins Wanken geraten zu lassen.

Dennoch war es heute eine Zahl, die mir den Glücksmoment des Tages bescherte und das auch noch – schön frauenklischeehaft – auf der Waage als ich dort eine Zahl sah, die ich an der Stelle (vor dem Komma) schon laaaange nicht mehr erblickt habe. Natürlich habe ich mich sehr gefreut und doch bleibt die Zahl nur eine Zahl, denn wichtiger ist, dass es uns gut geht, ganz gleich welche Ziffern in welcher Größenordnung, wo auch immer stehen. Die wahre Bilanz des Lebens errechnet sich nicht nach diesen vermeintlich achso wichtigen Zahlen, sondern danach, ob wir glücklich sind.

Also gebt auf euch Acht und jagt nicht irgendwelchen Ziffern hinterher, die andere für euch bestimmen. Millionen auf dem Konto dafür mit Herzinfarkt im Büro lohnt genauso wenig wie Size Zero im Tausch gegen einen kaputten Körper. Also achtet im Leben weniger auf die Zahlen, als vielmehr darauf, was ihr aus den vorhandenen macht. Gebt auf euch Acht und bleibt einfach glücklich!

2 Gedanken zu “Glückszahlen

  1. Sehr schön gesagt 🙂 du hast total Recht, wir hängen uns wirklich viel zu oft an solchen Zahlen auf. Und du hast den Nagel auf den Kopf getroffen- der Grund dafür ist wohl die scheinbar einfache Vergleichbarkeit. Aber dieses ewige Vergleichen (wer verdient mehr Geld, hat mehr Facebook Freunde, weniger Kilos auf der Waage) macht einen ja nur unglücklich. Und stärkt die eingebildete Unzulänglichkeit.
    In diesem Sinne danke für den schönen Text. ♡
    Liebe Grüße
    Anna

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