Der Schmetterling mit Sorgenflügel

Nachdem ich euch zuletzt ein weiteres Gedicht von Hans Kruppa eingestellt hatte, war es nun an der Zeit, mich selbst mal wieder schöpferisch zu betätigen. Die elektronische Tinte ist quasi noch warm. Entstanden ist dabei ein kleines Gedicht über einen Schmetterling mit Sorgenflügel:

Einsam flatterst du durch die Nacht
Und dachtest, du hättest ein Gefühl des Verliebtseins entfacht –
Ein Kribbeln, so zart und fein
Und doch bis tief in das Bauchgefühl hinein.

Begleitet vom zögerlichen Schwingen
Hörte ich dich ganz leise singen.
Die Melodie des Herzens so sacht,
Hast du neue Hoffnung wie aus dem Nichts gebracht,
Was hast du nur mit mir gemacht?

Dort sitzt du nun und weißt nicht aus noch ein,
Schaust leicht verunsichert drein,
Plötzlich vermisst du deine Leichtigkeit –
Der linke Flügel starr vor Unsicherheit.

Der rechte Flügel aber flattert weiter.
Er zeigt sich unbekümmert und heiter.
Er gibt nicht auf, was so schön begann,
Weil er fest daran glaubt, dass irgendwann
Auch der linke Flügel wieder erwacht
Und er mit ihm zusammen durch die Nacht
Wieder auf Reisen geht,
Von der Brise des Verliebtseins geweht,
Um Menschen zu berühren und zu erreichen,
Die nicht sorgenvoll vor ihm weichen
Und ihn mit offenen Armen empfangen,
Weil sie nicht vor Enttäuschungen bangen.

Bis dahin legt er sich ruhend nieder
Bis er erneut geweckt wird von den Liedern,
von den Klängen im Herzen,
sei es aus Liebe, sei es aus Schmerzen

Im Kokon der HOFFNUNG.

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4 Gedanken zu “Der Schmetterling mit Sorgenflügel

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