Durch die Mausefalle auf die Hexe

Ich begrüße euch nach dem gestrigen „Lazy Day“ und hoffe, ihr konntet ihn ein wenig nutzen, um zumindest auch ein wenig die Beine hochzulegen?! Ich war gar nicht so „faul“ wie der Blogeintrag vermuten lassen könnte, denn ich bin gleich morgens mit meinem Energiebündel von Mutter aufgebrochen, um die „Hexe“ (den Hexentanzplatz von Thale) zu erklimmen. Was sollte man bei angekündigten 34 Grad auch sonst anstellen?! *grummel* Aber gut, ein bisschen Bewegung ist nie verkehrt und ist ein Ausflug in die Natur nicht genau das, was den Harz so besonders und für Touristen so attraktiv macht? Gesagt, getan.

Auf den Hexentanzplatz führen verschiedene Wege und auch wenn die Seilbahn sicherlich die bequemste Variante wäre, entschieden wir uns  für einen Weg, der uns schon immer am besten gefallen hat – der Weg über die Mausefalle. So spannend wie gestern war er allerdings noch nie. Nach einem lustigen „Zwei-Frauen-im-Wald-Moment“ an einer Weggabelung, nachdem ich durch das Fotografieren etwas zurückgefallen war, weil ich zumindest mit dem Handy ein paar Fotos für euch machen wollte, rief ich: „Wo bist du?“. Eine Reaktion blieb aus, also ging ich nach rechts…. Hmmm, nichts zu sehen. Merkwürdig, also wieder runter und doch nach links abzweigen. Neuer Versuch: „Hey, wo bist du?“ Ein leises „Hier!“ kam zurück. Gesehen habe ich allerdings niemanden, so dass ich lieber doch noch einmal nachfragte: „Bist du an der Gabelung links abgebogen?“ Als Antwort bekam ich ein überzeugtes: „Nein!!!!“. Ok, also doch wieder zurück und rechts den Berg hoch. Als ich aber partout niemanden entdeckte, ging ich erneut Richtung linken Abzweig, wo mir meine Ma bereits entgegenkam. Leicht grummelnd musste ich feststellen, dass sie mal wieder das „Frauenlinks“ gemeint hatte und ja, natürlich war sie links abgebogen…*grrrrrr* Immerhin hatten wir uns nun wieder und konnten unseren Weg fortsetzen. Das ging zumindest so lange gut bis sich die Felsen und Bäume, die quer über dem Weg lagen, mehrten und plötzlich standen wir da. Alles war zugewachsen, kein Pfad war mehr erkennbar. Zurück wollten wir nicht. Also half nur noch Eines, Augen zu und durch, an Baumwurzeln den Hang hochziehen. Macht sich gut im Kleidchen, aber gelernt ist gelernt und was habe ich nicht schon für Kilometer im Harzer Wald zurückgelegt seit ich auch nur ein bisschen mit kleinen pummeligen Kinderbeinchen geradeauslaufen konnte. Ein Schritt hier, ein Schritt da, hier mal kurz hochgezogen, da mal kurz abgestützt und schon war ich oben.  Von da aus half ich – sehr zufrieden mit meiner noch immer vorhandenen Wendigkeit und Sicherheit im Wald- und Bergkraxeln – meiner Ma, die sonst eher flummihaft vorneweg springt.  Oben angekommen, genossen wir die Aussicht über Thale, rubbelten an der „Hexe“, in der Hoffnung, dass es tatsächlich Glück bringt und begannen mit dem Rückweg, dieses Mal aber auf einer anderen Route, die ins Bodetal mündete. Glaubt man den Schildern – dort gab es immerhin Warnschilder – besteht dort zwar angeblich Lebensgefahr, weil sich regelmäßig Felsblöcke lösen – aber  dieser Weg war ohne Probleme passierbar und im Vergleich zum Hinweg total harmlos. Durch unseren zügigen Schritt waren wir zeitig schon wieder zurück und gönnten uns einen verfrühten Eisbecher mit leckeren Brockensplittern. Alles in Allem tat der Ausflug richtig gut – Bewegung, frische Luft, tolles Wetter und Aufleben von Kindheitserinnerungen, die mich wie früher links und rechts des Weges springen ließen. Ja, manchmal braucht man das eben! 🙂

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