Dem Pole Dance die Stange halten…?!

Heute ist schon wieder Dienstag und für mich Sporttag, Anlass genug, um meinen heutigen Blogeintrag dem Pole Dance zu widmen. Etwas exotisch und doch (noch) voll im Trend?! Den nötigen Ausgleich braucht jeder. Nur im Büro den Hintern platt sitzen?! Nein, das kann auf Dauer nicht gut gehen. Eine Jahresmitgliedschaft in einem überfüllten Fitnesstudio, zu dem man anfangs begeistert hinrennt, wo sich die Abstände im Laufe der Zeit aber immer weiter vergrößern? Auch das war keine wirkliche Option. Alles schon gehabt, aber ein Zumbakurs mit über 80 Leuten, 3 Duschen und zu wenig Spinten muss man echt wollen und nope, das wollte ich nicht. Vereinssport ist ebenfalls eine ganz spezielle Angelegenheit. Mal ganz abgesehen davon, dass es sich hierbei meist um Mannschaftssportarten handelt. Prinzipiell kein Problem, denn auch als Einzelkind mangelt es mir nicht am Teamgeist. Aber irgendwie fehlt dann vielleicht doch manchmal der eine oder andere Zentimeter. Ja, ich weiß, es kommt nicht auf die Größe an, aber mit 1,59m beim Volleyball am Netz zu blocken ist ähnlich schwierig wie beim Basketball einen Dunking zu schaffen, ohne dass mich mein Team an den Korb hieven muss. Sportlichkeit hin oder her, Manches bleibt für kleine Leute eben doch schwieriger. Also musste etwas Anderes her. Nachdem die Idee einer Freundin – anlässlich eines Junggesellinnenabschiedes einen Ausflug zum Pole Dance zu machen – auf taube Ohren stieß, schlug ich ihr vor, es einfach unabhängig davon auszuprobieren. Schließlich bin ich für nahezu jeden Spaß zu haben. Es wäre doch gelacht, wenn erst einer zu Alibizwecken dafür heiraten muss. Inzwischen ist dieser Sport salonfähig. Einmal ausprobiert und schon gewinnt man einen Heidenrespekt vor der gesamten Berufsgruppe. Eine Menge Spaß hatten wir obendrein, während wir quietschend die Stange herrunterrutschten. Dennoch musste ich am Folgetag das Fazit ziehen: so schnell nicht wieder! Was sollen denn die Leute denken?!?! Wie das zu der Feststellung passt, dass es inzwischen ein anerkannter und keinesfalls verruchter Sport ist? Grund für dieses Fazit war keinesfalls die Sportart selbst, oder mein eigenes Unvermögen, sondern ihre Folgen. Ich sah dermaßen geschunden aus, hatte Abschürfungen und große, schillernd blaue Flecke, die noch Wochen später die Erinnerungen an den Schnupperkurs lebendig hielten. Ein solcher Anblick hätte auf Dauer extrem unbequeme Fragen aufgeworfen und mitleidige Blicke ausgelöst. Die Erfahrung möchte ich aber dennoch nicht missen und unsere männlichen Kollegen kommen nur zu gern auf das Thema zurück. Manchmal muss man eben über den sportlichen Tellerand schauen und auch hier gilt es wieder, den ersten Schritt zu tun. Sicherlich könnte man auch völlig ungefährdert und frei von blauen Flecken zu Hause auf der Soffi hocken, aber blaue Flecken verschwinden wieder, die Erinnerungen bleiben und irgendwas muss man später schließlich (seinen Kindern) erzählen können. Auch wenn das Pole Dance und ich bislang noch keine dicke Freundschaft geschlossen haben, hat es mich weiter angespornt, neue sportliche Herausforderungen zu suchen und wer meinen Blog aktiv verfolgt, weiß, dass das nächste Projekt schon Wellen schlägt…

Tanzbärchenpärchen

Wir zwei als Tanz-Bärchen-Pärchen

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